Direkt zum Inhaltsbereich

Erfolg mit Antikörper bei Hirntumoren

BERLIN (grue). Mit dem gegen den EGF-Rezeptor gerichteten Antikörper Nimotuzumab kann die Lebenszeit von Kindern verlängert werden, die bereits wegen eines hochmalignen Hirntumors behandelt worden sind.

Veröffentlicht:

In einer Phase-II-Studie wurde Nimotuzumab bei 45 Patienten (4 bis 17 Jahre) anfangs wöchentlich und bei stabilem Krankheitsverlauf alle drei Wochen infundiert.

Die Kinder hatten ein anaplastisches Astrozytom, ein Glioblastoma multiforme oder ein diffus-intrinsisches Pons-Gliom. 17 Patienten sprachen auf die Behandlung an (4 partielle Remissionen, 13 Stabilisierungen). Die mediane Überlebenszeit betrug 4,4 Monate und war in der Gruppe der Patienten, die auf die Therapie ansprachen, mit median 10 Monaten deutlich länger als bei den Non-Respondern (3,9 Monate).

Unerwünschte Wirkungen, wie sie für Anti-EGFR-Therapien typisch sind, traten nicht auf. Die neue Therapie gab den Kindern viel Lebensqualität zurück, wie Professor Udo Bode aus Bonn beim Krebskongress in Berlin berichtete.

Derzeit läuft eine weitere Studie zu Nimotuzumab plus Bestrahlung als Erstlinien-Therapie bei Pons-Gliomen. Bei diesen Tumoren scheint der Antikörper besonders gut zu wirken. Die EU-Zulassung wurde vom Unternehmen Oncoscience bereits beantragt. Der Antikörper ist als Theraloc® bereits in der Ukraine zugelassen.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Galenus-Kandidat 2026

Zielgerichtete Therapie bei IDH-mutierten Grad-2-Gliomen

Das könnte Sie auch interessieren
Was die MS-Behandlung auszeichnet

© Suphansa Subruayying | iStock

Lebensqualität

Was die MS-Behandlung auszeichnet

Anzeige | Merck Healthcare Germany GmbH
Unsichtbare MS-Symptome im Fokus

© AscentXmedia | iStock

Lebensqualität

Unsichtbare MS-Symptome im Fokus

Anzeige | Merck Healthcare Germany GmbH
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Typische Körperumrisse bei Achondroplasie

© BioMarin

Achondroplasie

Gezielte Therapie: erste Lebensjahre sind entscheidend

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: BioMarin Deutschland GmbH, Frankfurt am Main
Voraussetzungen für eine erfolgreiche Transition Betroffener in die Erwachsenenmedizin

© Pinit / stock.adobe.com / generiert mit KI

Pädiatrische cholestatische Lebererkrankungen

Voraussetzungen für eine erfolgreiche Transition Betroffener in die Erwachsenenmedizin

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Mirum Pharmaceuticals Germany GmbH, München
Langfristig überlegen: Kombinationen mit Daratumumab in der Erstlinie

© LASZLO / stock.adobe.com

Neu diagnostiziertes Multiples Myelom

Langfristig überlegen: Kombinationen mit Daratumumab in der Erstlinie

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Janssen-Cilag GmbH, a Johnson & Johnson company, Neuss
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Neue Therapien

Gleich mehrere Durchbrüche bei seltenen Erkrankungen

Lesetipps
Ein Hautarzt untersucht die Haut mit einem Dermatoskop auf Melanom.

© Iryna&Maya / stock.adobe.com

Vergleich mit anderen Ländern

Hautkrebs-Screening in Deutschland laut Studie ohne klaren Nutzen

Eine ältere Person hält drei Blisterstreifen mit Tabletten zwischen beiden Händen.

© wernerimages / stock.adobe.com

GeriPAIN-Leitlinie

Welche Schmerztherapien eignen sich für geriatrische Patienten?