Direkt zum Inhaltsbereich

Indien und Myanmar

Erhöhtes Risiko für Japanische Enzephalitis

In ländlichen Regionen von Indien und Myanmar häufen sich Fälle von Japanischer Enzephalitis.

Von Dr. Sandra Vergin und Professor Tomas Jelinek Veröffentlicht:

Die Japanische Enzephalitis ist in weiten Teilen Asiens sowie an der Nordspitze Australiens verbreitet. In den tropischen und subtropischen Regionen besteht dabei ein ganzjähriges Infektionsrisiko, das während der Regenzeit erhöht ist. In der gemäßigten Klimazone treten Erkrankungen hauptsächlich während der warmen Jahreszeit auf. In Indien kam es von Jahresbeginn bis Mitte August zu 360 Krankheits- und 78 Todesfällen, berichtet die International Society for Infectious Diseases. Auch in Myanmar wurden in diesem Jahr bereits 173 bestätigte Fälle gemeldet, 19 Menschen sind an der Erkrankung gestorben, berichtet der Nachrichtendienst ReliefWeb.

Das Japanische-Enzephalitis-Virus wird von nachtaktiven Culex-Mücken auf den Menschen übertragen. Meist verläuft eine Infektion asymptomatisch oder als milde grippeartige Erkrankung. Selten manifestiert sich eine Enzephalitis mit hohem Fieber, Kopfschmerzen und Nackensteifigkeit. Die Letalität bei Entwicklung einer Gehirnentzündung kann bis zu 30 Prozent betragen; von den Überlebenden behalten 30 bis 50 Prozent Spätfolgen wie Lähmungen oder Sprachstörungen zurück. Eine spezifische Therapie gibt es nicht.

Für Reisende, die sich in Endemie-Ländern in Städten aufhalten, besteht im Allgemeinen kein Infektionsrisiko. Die Überträgermücken sind auf dem Land in Feldern und Sümpfen beheimatet, als tierische Reservoire dienen vorwiegend Schweine und (Wasser-)Vögel. Touristen, die in ländlichen Regionen übernachten, sollten sich in jedem Fall vor den Überträgermücken schützen: mit heller, körperbedeckender Kleidung und Repellents. Auch ein Moskitonetz über dem Bett ist empfehlenswert. Zu erwägen ist zudem die Impfung gegen Japanische Enzephalitis.

Mehr Informationen zur Reisemedizin unter www.crm.de

Schlagworte:
Mehr zum Thema

Randomisierte Studie aus Brasilien

Long-COVID: Fluvoxamin mit Besserung von Fatigue assoziiert

Sie fragen – Experten antworten

Wann zählt die FSME-Impfung bei der Vorhaltepauschale mit?

Das könnte Sie auch interessieren
Neue Empfehlung zu HWI und Zystitis

© EAU

Ergänzung EAU-Leitlinie 2026

Neue Empfehlung zu HWI und Zystitis

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Therapie bei unkomplizierter Zystitis

© Dr_Microbe | Adobe Stock

Evidenz, Resistenz & Wirksamkeit

Therapie bei unkomplizierter Zystitis

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Welche Rolle spielen Biofilme bei Therapieversagen und Rückfällen?

© robertprzybysz | iStock

Persistierende Onychomykosen

Welche Rolle spielen Biofilme bei Therapieversagen und Rückfällen?

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Chronisch rezidivierende Vulvovaginalmykosen

© Domepitipat | iStock

Lebensqualität zurückgewinnen

Chronisch rezidivierende Vulvovaginalmykosen

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Pityriasis versicolor

© iStock / C5C

Kleienpilzflechte im Sommer

Pityriasis versicolor sicher erkennen und gezielt behandeln

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: MS-Krankheitsdynamik: Patientinnen und Patienten bewegen sich von frühen Stadien über Phasen fokaler Entzündung in fortgeschrittene, meist irreversible Stadien

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [4]

Multiple Sklerose heute

Praxisrelevante Daten im Fokus

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novartis Pharma GmbH, Nürnberg
Abb. 1: Impfstoffeffektivität gegen Post COVID-Beschwerden

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [14]

Jährliche COVID-19-Impfung

Empfohlen für ein breites Risikokollektiv

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: BioNTech Europe GmbH, Mainz
Abb. 1: Pharmakokinetik von Rezafungin bei einer Dosierung von 400mg, gefolgt von 200mg einmal wöchentlich

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [10]

Invasive Candida-Infektionen

Modernes Echinocandin – optimierte Eigenschaften und klinische Vorteile

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Mundipharma Deutschland GmbH & Co. KG, Frankfurt/Main
Vorteile des Logins

Mit unserem kostenloses Login erhalten Ärztinnen und Ärzte, Medizinstudierende sowie Fachkräfte im Gesundheitswesen vollen Zugriff auf unsere medizinischen und praxisrelevanten Inhalte.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Spurenelemente

Zink und Testosteron: Wann ist eine Substitution sinnvoll?

Early-onset-Diabetes

Jeder zweite junge Erwachsene erreicht Diabetesremission

Lesetipps
Hände hallten Tablette in linker Hand und Glas Wasser in rechter Hand

© IQ-Photography / Generated with AI / Stock.adobe.com

Medikamentöse Adipositastherapie

Faktenckeck orales Semaglutid: Was es kann und wo der Haken ist