Direkt zum Inhaltsbereich

Krebs

Erste Leitlinien zu Durchbruchschmerzen

Wie sollen Ärzte Patienten behandeln, die tumorbedingte Durchbruchschmerzen haben? Die Antwort liefern jetzt erstmals veröffentlichten Praxisleitlinien.

Veröffentlicht:
Unerträglich: Durchbruchschmerzen treten blitzartig auf und sind extrem stark.

Unerträglich: Durchbruchschmerzen treten blitzartig auf und sind extrem stark.

© olly / fotolia.com

OBERURSEL. Die mit mehr als 180 Seiten umfangreichen Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin liefern einen Überblick über die aktuell verfügbaren Methoden zu Diagnostik, Vorbeugung und Behandlung von Patienten mit tumorbedingten Durchbruchschmerzen.

Die meisten an der Erarbeitung der Leitlinien beteiligten Schmerztherapeuten sind sich einig, dass bei tumorbedingten Durchbruchschmerzen stark wirksame Opioid-Analgetika der WHO-Stufe III mit schnellem Wirkeintritt und nicht-retardierter Wirkung die Bedarfsmedikation der ersten Wahl sind.

Die derzeit verfügbaren schnell wirkenden Opioide in dieser Stufe seien allesamt fentanylhaltige Fertigarzneimittel, bei denen das Opioid transmukosal über die Mundschleimhaut oder die Nasenschleimhaut resorbiert werde, so die Leitlinien.

Die optimale Dosis der Opioid-Bedarfsmedikation sollte sowohl bei Einsatz kurz wirksamer nicht-retardierter als auch schnell freisetzender Opioide der WHO-Stufe III durch individuelle Titration ermittelt werden.

Den Empfehlungen zufolge sollte zudem vor der reaktiven Behandlung bei tumorbedingten Durchbruchschmerzen eine Anpassung der Dauerschmerztherapie, also der "Rund-um-die-Uhr-Behandlung", in Betracht gezogen werden. Dadurch könnte gegebenenfalls "einer Manifestation kritischer Durchbruchschmerzen präventiv begegnet werden".

Die Leitlinien liegen in Versionen sowohl für Fachkreise als auch für Patienten vor. Derzeit noch erarbeitet wird die Praxisleitlinie "Tumorschmerz". (ple)

Lesen Sie dazu auch den Kommentar: Stiefmütterliche Analgesie

Schlagworte:
Ihr Newsletter zum Thema
Kommentare
Dieter Döring 15.08.201311:43 Uhr

Erste Leitlinien zu Durchbruchschmerzen

Mal wieder so ein nichtssagender Artikel.

Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Studie MajesTEC-3: progressionsfreies Überlebenc

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [2]

Neue Therapieoption beim rezidivierten oder refraktären Multiplen Myelom (RRMM)

Teclistamab-Daratumumab erzielt bislang unerreichten PFS-Vorteil bei RRMM ab dem 1. Rezidiv

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Janssen-Cilag GmbH, a Johnson & Johnson company, Neuss
Abb. 1: MATTERHORN-Regime beim GC/GEJC: ereignisfreies Überleben (EFS)

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [10]

Perioperativ behandeln – kurativ denken

Durvalumab-basierte Therapie bei drei Tumorentitäten

Sonderbericht | Beauftragt und finanziert durch: AstraZeneca GmbH, Hamburg

BCMA-gerichtete CAR-T-Zelltherapie rückt nach vorn

Cilta-cel setzt Standards im ersten Rezidiv

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Janssen-Cilag GmbH, Neuss, a Johnson & Johnson company
Vorteile des Logins

Mit unserem kostenloses Login erhalten Ärztinnen und Ärzte, Medizinstudierende sowie Fachkräfte im Gesundheitswesen vollen Zugriff auf unsere medizinischen und praxisrelevanten Inhalte.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Änderungsantrag beschlossen

Bundestag verschärft Terminmeldepflicht für Praxen

Lesetipps
Lipoprotein(a)-Partikel

© Juan Gärtner / stock.adobe.com

Cholesterin

Intensive LDL-Senkung bei hohem Lp(a): Warum das schwierig werden kann