Etanercept hilft Bechterew-Kranken langfristig

WIEN (gvg). Die Wirkung des Biologicals Etanercept bei Patienten mit Morbus Bechterew ist offenbar von Dauer. Das legen Studiendaten nahe, die gestern beim Europäischen Rheumatologen-Kongreß (EULAR) in Wien präsentiert worden sind.

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Es handelt sich um Zweijahres-Daten einer Studie mit insgesamt 277 Patienten, denen ursprünglich für 24 Wochen zweimal pro Woche 25 Milligramm Etanercept (Enbrel®) oder Placebo subkutan gespritzt worden waren. Die Studie wurde dann offen weitergeführt.

Erwartungsgemäß kam es bei einem hohen Anteil der Placebo-Patienten nach dem Wechsel auf Etanercept zu einem prompten Ansprechen auf die Therapie innerhalb der ersten Wochen, wie Dr. John Davis von der Universität Kalifornien in San Francisco (UCSF) berichtet hat.

Bei fast drei Viertel der Patienten ließ sich eine "ASAS-20-Antwort" feststellen, also eine mindestens 20prozentige Minderung der Krankheitsaktivität auf dem Bechterew-Score der Internationalen Expertengruppe für die Bewertung der Ankylosierenden Spondylitis (ASAS). Bei etwa der Hälfte der Patienten kam es zu einer "ASAS 50-Antwort", bei einem Viertel sogar zu einer "ASAS 70-Antwort", also einer mindestens 70prozentigen Verbesserung der Symptomatik.

Neu sind die Langzeitdaten: "In beiden Gruppen kam es zu einer anhaltenden Minderung der Krankheitsaktivität über bis jetzt 96 Wochen", so Studienleiter Davis auf einer Veranstaltung des Unternehmens Wyeth. Dabei war die ASAS-Antwort alle 12 Wochen bestimmt worden.

Der Anteil der Patienten mit Minderung der Krankheitsaktivität war für alle drei Ausprägungen (ASAS 20, 50 und 70) im Verlauf der zwei Jahre sogar leicht gestiegen.

Davis bezeichnete die Ergebnisse als sehr ermutigend. Jetzt müsse gezeigt werden, ob sich auch die radiologisch meßbare Progredienz der Erkrankungen stoppen lasse, ähnlich wie sich das bei rheumatoider Arthritis bereits andeutet. Erste Daten zum M. Bechterew würden in den nächsten zwölf Monate erwartet.

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