Asthma/COPD

Experten raten: Keine Substitution!

Der Bundesausschuss sollte Inhalativa, die bei Asthma und COPD eingesetzt werden, von der Verpflichtung zur Substitution ausnehmen.

Veröffentlicht: 24.11.2014, 10:15 Uhr

OBERURSEL. Unter Federführung der Deutschen Pharmazeutischen Gesellschaft haben Experten einen Konsens erarbeitet, wonach bei der Behandlung von Asthma bronchiale und COPD jeglicher Präparatewechsel ein potenzielles therapeutisches Risiko darstellt.

Beteiligt an der Erarbeitung des Konsenses waren Wissenschaftler aus Hochschulen und Zulassungsbehörden sowie Kliniker und praktische Ärzte mit speziellen Erfahrungen in der Behandlung der Atemwegserkrankungen.

Vertreter des BfArM haben sich an der Konsensfindung nicht beteiligt, um mögliche Interessenskonflikte durch eine öffentliche Positionierung zu vermeiden. Die Arzneimittelkommission der deutschen Apotheker hat die Empfehlung nicht unterstützt.

Ansonsten hat die Expertenrunde einvernehmlich festgestellt, dass bei der Behandlung von Patienten mit Asthma und COPD der Funktionalität der Inhalativa, insbesondere auch der Applikationssysteme und deren korrekter Anwendung besondere Relevanz zukommt.

Die sorgfältige Einweisung der Patienten sei eine wichtige Voraussetzung für den Therapieerfolg. Insofern sei jeder Präparatewechsel ein potenzielles therapeutisches Risiko.

Festgestellt wurde, dass zu Problemen bei der Aut-idem-Substitution bislang nur Fallbeispiele, aber keine systematischen Studien vorliegen. Diese Informationslücke sollte durch nichtinterventionelle Studien geschlossen werden. (HL)

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