Direkt zum Inhaltsbereich

Asthma/COPD

Experten raten: Keine Substitution!

Der Bundesausschuss sollte Inhalativa, die bei Asthma und COPD eingesetzt werden, von der Verpflichtung zur Substitution ausnehmen.

Veröffentlicht:

OBERURSEL. Unter Federführung der Deutschen Pharmazeutischen Gesellschaft haben Experten einen Konsens erarbeitet, wonach bei der Behandlung von Asthma bronchiale und COPD jeglicher Präparatewechsel ein potenzielles therapeutisches Risiko darstellt.

Beteiligt an der Erarbeitung des Konsenses waren Wissenschaftler aus Hochschulen und Zulassungsbehörden sowie Kliniker und praktische Ärzte mit speziellen Erfahrungen in der Behandlung der Atemwegserkrankungen.

Vertreter des BfArM haben sich an der Konsensfindung nicht beteiligt, um mögliche Interessenskonflikte durch eine öffentliche Positionierung zu vermeiden. Die Arzneimittelkommission der deutschen Apotheker hat die Empfehlung nicht unterstützt.

Ansonsten hat die Expertenrunde einvernehmlich festgestellt, dass bei der Behandlung von Patienten mit Asthma und COPD der Funktionalität der Inhalativa, insbesondere auch der Applikationssysteme und deren korrekter Anwendung besondere Relevanz zukommt.

Die sorgfältige Einweisung der Patienten sei eine wichtige Voraussetzung für den Therapieerfolg. Insofern sei jeder Präparatewechsel ein potenzielles therapeutisches Risiko.

Festgestellt wurde, dass zu Problemen bei der Aut-idem-Substitution bislang nur Fallbeispiele, aber keine systematischen Studien vorliegen. Diese Informationslücke sollte durch nichtinterventionelle Studien geschlossen werden. (HL)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Typ-2-Inflammation bei COPD

Bessere Lungenfunktion und mehr Lebensqualität durch IL-4/-13-Hemmung

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, Berlin, und Regeneron GmbH, München
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 2: Sekundärer Endpunkt der BOREAS-Studie: Veränderung der Lungenfunktion unter Dupilumab versus Placebo

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [2]

Typ-2-Inflammation bei COPD

Bessere Lungenfunktion und mehr Lebensqualität durch IL-4/-13-Hemmung

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, Berlin, und Regeneron GmbH, München

Ist das AMNOG bereit für HIV-Innovationen?

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Gilead Sciences GmbH, Martinsried
Arzneiforschung: Von Innovationen profitieren nicht nur Patienten, sondern immer auch die Gesellschaft als Ganzes.

© HockleyMedia24 / peopleimages.com / stock.adobe.com

Nutzenbewertung

Arznei-Innovationen: Investition mit doppeltem Nutzen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Verband der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa)
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Vielfalt der Musikermedizin

Ihr Patient ist Musiker? Was dann relevant werden könnte

Lesetipps
Patient vor der CT-Untersuchung der Lunge.

© jovannig / stock.adobe.com

Telemedizin für Prävention

Lungenkrebs-Screening: Das Münsterland zeigt, wie es funktionieren kann

Frau sitzt nachts auf ihrem Bett und schaut ins Licht ihrer Nachttischlampe.

© stokkete / stock.adobe.com

Von unten nach oben

Stufenschema bei Insomnie: So bei Schlafstörungen therapieren