Allgemeinmedizin

FSME-Impfung sollten jetzt nur besonders Gefährdete kriegen

LANGEN (hub). Derzeit ist der FSME-Impfstoff knapp. Deshalb sollten jetzt nur Menschen gegen FSME geimpft werden, die ein hohes Risiko für eine FSME-Infektion haben. Das empfiehlt das Paul-Ehrlich-Institut (PEI).

Veröffentlicht:

Das PEI hat Handlungsempfehlungen für Kollegen erarbeitet. Sie sollen helfen, mit dem knappen Impfstoff effektiv umzugehen.

Bevorzugt geimpft werden danach Menschen mit hohem Infektionsrisiko. Das sind Personen, die in Risikogebieten leben oder dorthin fahren, und die zudem ein hohes Expositionsrisiko haben. Das trifft dann zu, wenn man viel in der Natur ist. Kommen beide Faktoren zusammen, sollte ein belastbarer Impfschutz gegen FSME vorhanden sein.

Das heißt: Es sind zwei FSME-Impfungen nötig, die nicht länger als drei Jahre zurückliegen dürfen. Sind schon mehr als drei Jahre seit den beiden Impfungen vergangen, wird zu erneuter Impfung geraten. Und: Bevorzugt sollten jetzt auch diejenigen Risikopersonen geimpft werden, die innerhalb der zurückliegenden zwölf Monate ihre erste FSME-Impfung bekommen haben.

Obwohl die Hersteller dieses Jahr mehr FSME-Impfstoffdosen als in den Jahren zuvor produziert haben, ist die Vakzine vorübergehend knapp geworden. Nur ein Grund ist, dass erst kürzlich weitere Landkreise als FSME-Risikogebiete eingestuft worden sind.

Die Handlungsempfehlungen mit Entscheidungsbaum gibt es im Internet unter: www.pei.de/fsme

Lesen Sie dazu auch den Hintergrund: Wer soll jetzt gegen FSME geimpft werden, und welche sonstigen Schutzmaßnahmen gibt es?

Mehr zum Thema

Institut für Digitale Allgemeinmedizin

Seltene Krankheiten: Mit Künstlicher Intelligenz fixer zur Diagnose

Das könnte Sie auch interessieren
Die Chancen der Vitamin-C-Hochdosis-Therapie nutzen

© Pascoe Naturmedizin

Vitamin-C-Therapie

Die Chancen der Vitamin-C-Hochdosis-Therapie nutzen

Anzeige | Pascoe Naturmedizin
Claudia Vollbracht, Humanbiologin und medizinische Wissenschaftlerin beim Unternehmen Pascoe

© [M] Privat; Levan / stock.adobe.com

„ÄrzteTag extra“-Podcast

Wie Vitamin-C-Infusionen bei COVID-19 helfen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Pascoe
Long-COVID-Syndrom: Warum Frauen häufiger betroffen sind

© Pascoe Naturmedizin

Vitamin-C-Infusionen bei Long-COVID

Long-COVID-Syndrom: Warum Frauen häufiger betroffen sind

Anzeige | Pascoe Naturmedizin
Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden / registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Impetigo bei einem fünf Jahre alten Kind.

© FotoHelin / stock.adobe.com

practica 2021

Bei Impetigo contagiosa ist Abstrich meist überflüssig

Impfausweis mit Comirnaty-Eintrag: Welcher ist immunogener – der Corona-Impfstoff von BioNTech oder der von Moderna?

© Bikej Barakus / stock.adobe.com

Corona-Studien-Splitter

Dritte Impfung mit Comirnaty® frischt Schutz zuverlässig auf

Gut ausgebildete Medizinische Fachangestellte werden immer häufiger aus den Praxen abgeworben, beklagt Virchowbund-Vorsitzender Dr. Dirk Heinrich. In der Corona-Pandemie habe sich gezeigt, wie systemrelevant MFA sind.

© Virchowbund

MFA häufig abgeworben

Virchowbund-Chef: „Ein Arzt alleine ist noch keine Praxis!“