Facetten der Essstörungen

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Magersucht und Bulimia nervosa, BingeEating-Störung und Adipositas - um diese Krankheitsbilder geht es im "Handbuch Essstörungen und Adipositas" der Professoren Stephan Herpertz, Martina de Zwaan und Stephan Zipfel.

Das Handbuch sei insofern ein Novum, als dass es weniger um die Darstellung spezieller, etwa psychotherapieschulenspezifischer Behandlungsmethoden bemüht sei, sondern um die komprimierte Vorstellung aller wichtigen und aktuellen wissenschaftlich verankerten Aspekte der Essstörungen und der Adipositas, so die drei Herausgeber im Vorwort. In den Beiträgen wird dabei etwa auch das Symptom der Körperbildstörung erläutert und das Wissen um Essstörungen bei Männern. Oder es werden medizinische Komplikationen bei Anorexia und Bulimia nervosa erklärt. Auch den Themen "Essstörungen und Leistungssport" und "Essstörungen und Diabetes mellitus" sowie etwa den Optionen der Adipositas-Chirurgie sind eigene Beiträge gewidmet.

Auf die Bedeutung von Essstörungen weist auch Dr. Annette Schavan, Bundesministerin für Bildung und Forschung, in einem Geleitwort hin. Nach den Ergebnissen der Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland (KIGGS) habe jedes fünfte Kind - und sogar jedes dritte Mädchen - im Alter zwischen 11 und 17 Jahren Symptome von Essstörungen. Krankhafte Essstörungen zählten inzwischen zu den häufigsten chronischen Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen, so Schavan. (sec)

Stephan Herpertz, Martina de Zwaan, Stephan Zipfel (Hrsg.): Handbuch Essstörungen und Adipositas, Springer Medizin Verlag, Heidelberg 2008, 381 Seiten, 18 Abbildungen, 21 Tabellen, 59,95 Euro, ISBN 978-3-540-76881-4

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