Direkt zum Inhaltsbereich

KOMMENTAR

Fett-weg-Streit hinkt der Realität hinterher

Von Swanett Koops Veröffentlicht:

Die Realität hat die Diskussion überholt: Während Ärzte und Wissenschaftler sich über Sinn oder Unsinn der Fett-weg-Spritze streiten, besorgen sich Frauen das frei verkäufliche Lipostabil® im Internet und spritzen sich die Substanz in Eigenregie unter die Haut.

Völlig sorglos oder verzweifelt nur das eine Ziel vor Augen: So einfach wie noch nie zur Traumfigur. Dabei braucht es nicht viel Phantasie, um sich Folgen wie Infektionen und Nekrosen, die der Fettlöser beim unsachgemäßen Gebrauch im Fettgewebe anrichten kann, auszumalen.

Der Boom der Fett-weg-Spritze ist nicht mehr aufzuhalten. Deshalb sollten die Kollegen statt zu streiten gemeinsam dafür sorgen, daß das Thema Fett-weg-Spritze wissenschaftlich angegangen wird. Einen ersten Schritt in diese Richtung haben nun Ärzte der Wiener Uniklinik mit ihrer Studie geleistet.

Entweder bewährt sich die Therapie in Zukunft in weiteren Studien und etabliert sich soweit, daß sie nicht mehr im heimischen Badezimmer, sondern in Arztpraxen von darin ausgebildeten Ärzten angewendet wird. Oder aber eine mangelhafte Wirkung, schlechte Verträglichkeit und gefährliche Nebenwirkungen müssen so publik gemacht werden, daß den Anwendern von ganz allein die Lust auf die Fett-weg-Spritze vergeht.

Lesen Sie dazu auch den Hintergrund: Der Streit um die Fett-weg-Spritze: Viel Gezeter, noch wenige Fakten und fragwürdige Selbstversuche

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Adipositas mit und ohne Typ-2-Diabetes

Wann Inkretinmimetika für Kinder und Jugendliche?

Das könnte Sie auch interessieren
50 Jahre Jung-Preis

© Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung

50 Jahre Jung-Preis

Freiheit als Voraussetzung für medizinischen Fortschritt

Anzeige | Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung
Kommentare
Sonderberichte zum Thema

T2D-Therapie jetzt auch mit Semaglutid 2 mg

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novo Nordisk Pharma Gmbh, Mainz
Abb. 1: Empagliflozin reduzierte auch bei niedriger Ausgangs-eGFR die Progression der chronischen Nierenkrankheit (Test für Heterogenität/Trend: a) 12=0,06, p=0.81; b) 12=6,31, p=0,012)

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [6]

Chronische Nierenkrankheit

SGLT2-Inhibition: Nephroprotektiv auch bei stark erniedrigter eGFR

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Boehringer Ingelheim Pharma GmbH & Ko KG, Ingelheim am Rhein
Abb. 2: Sekundärer Endpunkt der BOREAS-Studie: Veränderung der Lungenfunktion unter Dupilumab versus Placebo

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [2]

Typ-2-Inflammation bei COPD

Bessere Lungenfunktion und mehr Lebensqualität durch IL-4/-13-Hemmung

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, Berlin, und Regeneron GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Lesetipps
Ein Teller mit Essen, das Bestreck ist wie Uhrzeiger positioniert.

© nambitomo / Getty Images / iStock

Bewusster Verzicht

Was bringt Fasten bei Schmerz?

Ein Mann tippt etwas auf einem Laptop.

© tippapatt / stock.adobe.com

Erfahrungen eines Hausarztes

40 Prozent Home-Office für Ärzte: Wie das funktionieren kann

Eine Frau mit Rhinitis putzt sich ihre laufende Nase.

© onephoto / stock.adobe.com

Ob allergisch oder nicht

Rhinitis ist signifikant mit Migräne verbunden