Direkt zum Inhaltsbereich

Flexibilität in der Arbeit kommt der Gesundheit zugute

STOCKTON-ON-TEES (ob). Die Schaffung flexiblerer Arbeitsbedingungen, die Arbeitnehmern mehr Freiheit und Einflussnahme bei der Gestaltung ihres Arbeitstages einräumen, wirkt sich anscheinend positiv auf die körperliche und seelische Gesundheit aus.

Veröffentlicht:
Mitspracherecht am Arbeitsplatz tut der psychischen und körperlichen Gesundheit von Angestellten gut. © Erwin Wodicka / fotolia.com

Mitspracherecht am Arbeitsplatz tut der psychischen und körperlichen Gesundheit von Angestellten gut. © Erwin Wodicka / fotolia.com

© Erwin Wodicka / fotolia.com

Zu diesem Ergebnis kommen jedenfalls Autoren der Cochrane-Gruppe nach Durchsicht aller für diese Fragestellung relevanten Studien. Grundlage ihrer Metaanalyse bilden zehn kontrollierte Studien mit insgesamt 16 603 beteiligten Arbeitnehmern.

In der Regel wurden dabei in einem Vorher/Nachher-Vergleich die gesundheitlichen Auswirkungen unterschiedlich gestalteter Arbeitsbedingungen untersucht, die entweder durch mehr Flexibilität auf Seiten der Arbeitnehmer oder durch vom Arbeitgeber diktierte fixe Vorgaben charakterisiert waren. Kriterien dafür waren unter anderem Möglichkeiten einer flexiblen Zeitplanung, Gleitzeit, Altersteilzeit, obligate Überstunden, unfreiwillige Teilzeitarbeit und befristete Zeitarbeit.

Insgesamt legen die Ergebnisse der Analyse den Schluss nahe, dass Arbeitsbedingungen, die mehr Wahlfreiheit und die Möglichkeit einer stärkeren Kontrolle durch den Arbeitnehmer implizieren, der Gesundheit und dem Wohlbefinden zugutekommen.

Positive Auswirkung registrierten die Untersucher unter anderem im Hinblick auf Blutdruck, Schlafqualität und psychische Verfassung. Bei Arbeitnehmern mit befristeten Zeitarbeitsverträgen oder obligat zu leistenden Überstunden wurden diese günstigen Effekte dagegen nicht beobachtet.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Primäre und sekundäre Formen

Immundefekte erkennen: So klappt’s in der Praxis

Praxis Update 2026

Rheuma: Erst der Entzündungsnachweis, dann die Antikörper-Diagnostik

Das könnte Sie auch interessieren
50 Jahre Jung-Preis

© Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung

50 Jahre Jung-Preis

Freiheit als Voraussetzung für medizinischen Fortschritt

Anzeige | Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung
Was die MS-Behandlung auszeichnet

© Suphansa Subruayying | iStock

Lebensqualität

Was die MS-Behandlung auszeichnet

Anzeige | Merck Healthcare Germany GmbH
Unsichtbare MS-Symptome im Fokus

© AscentXmedia | iStock

Lebensqualität

Unsichtbare MS-Symptome im Fokus

Anzeige | Merck Healthcare Germany GmbH
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Rheumatoide Arthritis – auch auf die Lunge achten

© Springer Medizin Verlag

Rheumatoide Arthritis – auch auf die Lunge achten

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: medac GmbH, Wedel
Abb. 1: Diagnostik bei Harnsteinen: Prozedere bei Hochrisiko-Gruppe

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [5, 11]

Hoher Medical Need

Urolithiasis: Metaphylaxe kann hohe Rezidivrate deutlich senken

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Aristo Pharma GmbH, Berlin
Voraussetzungen für eine erfolgreiche Transition Betroffener in die Erwachsenenmedizin

© Pinit / stock.adobe.com / generiert mit KI

Pädiatrische cholestatische Lebererkrankungen

Voraussetzungen für eine erfolgreiche Transition Betroffener in die Erwachsenenmedizin

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Mirum Pharmaceuticals Germany GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Von ungefährlich bis akut lebensbedrohlich

Leitsymptom Dyspnoe: So geht’s rasch zur richtigen Diagnose

Primäre und sekundäre Formen

Immundefekte erkennen: So klappt’s in der Praxis

Lesetipps
Seltene Erkrankungen haben ihren Namen nicht umsonst. Zählt man sie jedoch alle zusammen, so sind es etwa 8.000 Erkrankungen mit rund 4 Millionen Betroffenen in Deutschland.

© Orawan / stock.adobe.com

Oft langer Weg bis zur Diagnose

Wie Sie Patienten mit seltenen Erkrankungen früher erkennen

Eine Frau sitzt im bett und hustet.

© Sonja Monstein / stock.adobe.com

Fehlerhaftes Immunsystem

So unterscheiden sich primäre und sekundäre Immundefekte