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Forderung nach gerechterer Verteilung von Impfstoffen weltweit

Sie verhindern Ausbrüche von Krankheiten – doch nicht überall auf der Welt sind Impfstoffe selbstverständlich erhältlich. Mehrere Organisationen stellen nun Forderungen auf. Anlass ist ein internationaler Aktionstag.

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Ein Mann wird im Allgemeinen Krankenhaus in Goma, Demokratische Republik Kongo, gegen Mpox geimpft.

Ein Mann wird im Allgemeinen Krankenhaus in Goma, Demokratische Republik Kongo, gegen Mpox geimpft. (Archivbild)

© Moses Sawasawa/AP/dpa

Aachen. Zum Internationalen Tag der Menschenrechte am 10. Dezember fordern mehrere Nichtregierungsorganisationen eine gerechtere Verteilung von Impfstoffen weltweit. Auch müsse die Bundesregierung dem Menschenrecht auf Gesundheit höchste Priorität einräumen, erklärte das katholische Hilfswerk Misereor am Montag in Aachen. Die Regierung dürfe ihren Fokus in der weltweiten Gesundheitspolitik nicht „einseitig auf die Interessen der Pharmaindustrie“ legen.

Als ein Beispiel für eine ungleiche Verteilung von Impfstoffen nannte Misereor den Mpox-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo und in umliegenden Ländern . Dort seien von Januar bis Ende November dieses Jahres mehr als 56.700 Verdachtsfälle registriert, über 12.580 Fälle bestätigt und mehr als 1.140 Todesfälle gemeldet worden. „Die Erkrankung ließe sich eigentlich gut kontrollieren - wenn genügend Diagnosemöglichkeiten und Impfstoffe vor Ort zur Verfügung stünden“, hieß es. Doch daran hapere es.

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Maximaler Nutzen für Menschen in vernachlässigten Gebieten

Auch die Corona-Pandemie habe eine globale Ungleichheit im Zugang zu „Schlüsseltechnologien, einschließlich Diagnostik, Impfstoffen und Medikamenten“, gezeigt. Zur Unterstützung lokaler Gesundheitssysteme müssten nach Forderungen von Misereor transparente Strategien zum Wissens- und Technologietransfer entwickelt werden. „Wir fordern die Bundesregierung dazu auf, die Entwicklung regionaler Produktionsstätten und Innovationszentren in Ländern des Globalen Südens, insbesondere in Afrika, zu unterstützen.“

Zudem müssten Gesundheitssysteme gestärkt, Laborkapazitäten und sichere Lieferketten unterstützt und aufgebaut werden. „Dies auch, um für die Bevölkerung in vernachlässigten Gebieten einen maximalen Nutzen zu erreichen“, betonte das Hilfswerk. (KNA)

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