Stiftungsprofessur

Forschung zu Krebstherapie wird gefördert

Eine neue Stiftungsprofessur am Uniklinikum Essen dient der Förderung der biologisch stratifizierten, zielgerichteten Therapie von Krebspatienten.

Veröffentlicht: 25.08.2016, 16:56 Uhr

ESSEN. Die Diagnostik und Therapie bei Krebserkrankungen entwickelt sich durch die Analyse genetischer Merkmale von Patienten und Tumoren sowie durch den Einsatz molekularer Medikamente zunehmend differenzierter.

Mit Unterstützung durch die Novartis Pharma GmbH konnte an der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen jetzt eine auf zunächst drei Jahre angelegte Stiftungsprofessur eingerichtet werden, um die Forschung auf dem Gebiet der biologisch stratifizierten, zielgerichteten Tumortherapie voranzubringen, das Wissen darüber bereits in der medizinischen Ausbildung zu etablieren sowie durch Fortbildungen auf regionaler und überregionaler Ebene zu verbreiten.

Professor Sebastian Bauer illustrierte in seiner Antrittsvorlesung die Bedeutung solcher therapeutischen Ansätze, die heute zum Beispiel bei Lungenkarzinomen, Sarkomen und Aderhautmelanomen bereits relevant sind. Der Mediziner gilt als Experte auf dem Gebiet der personalisierten Tumortherapie und leitet neben der Forschungsgruppe zur Therapieentwicklung bei Sarkomen auch die Behandlungseinheit für Phase-I-Studien am Westdeutschen Tumorzentrum in Essen.

Ein erfolgreiches Beispiel der personalisierten Therapie bei soliden Tumoren ist der Einsatz von Tyrosinkinase-Inhibitoren bei gastrointestinalen Stromatumoren (GIST). Diese Weichteilgewebesarkome mit typischen Mutationen könnten durch eine zielgerichtete Behandlung sehr effektiv gehemmt werden, so Bauer, wobei hier die Entwicklung resistenter Tumoren ein großes Problem darstellt. Diese Mechanismen besser zu verstehen und mögliche prädiktive Marker zu identifizieren gehört zu den Forschungsschwerpunkten, die durch die Einrichtung der Stiftungsprofessur vorangetrieben werden sollen. ( Katrin Appel)

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