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Gastroenterologie

Forschungen zu Magen & Darm ausgezeichnet

Zwei von der Falk Foundation gestiftete Preise sind an Berliner Gastroenterologen verliehen worden.

Veröffentlicht:

Wiesbaden. Dr. Michael Sigal von der Charité Universitätsmedizin Berlin ist mit dem Thannhauser-Preis 2019 für seine Forschungsarbeit zur Regulation der epithelialen Homöostase im Gastrointestinaltrakt von der Deutschen Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten ausgezeichnet worden. Das teilt die Falk Foundation mit. Der Thannhauser-Preis ist mit 10.000 Euro dotiert.

Außerdem ausgezeichnet wurde Dr. Elena Sonnenberg, ebenfalls von der Charité Berlin, für ihr Forschungsvorhaben zum Deutschen Schwangerschaftsregister bei chronisch-entzündlichen Darmkrankheiten mit Namen „PRegCED“. Sie erhielt das Ludwig Demling-Forschungsstipendium der Deutschen Morbus Crohn/Colitis ulcerosa Vereinigung. Das Stipendium ist mit 25.000 Euro dotiert.

Der Preis und das Forschungsstipendium wurden von der Falk Foundation gestiftet und beim Kongress „Viszeralmedizin 2019“ in Wiesbaden überreicht, heißt es in der Mitteilung.

Forschungsgegenstand von Sigal ist die Regulation des Zellumsatzes im Magen. Fast das gesamte Epithel des Gastrointestinaltraktes wird ja innerhalb von einer Woche komplett durch neue Zellen ersetzt. Sigal erforscht, ob mit Erkenntnissen zur Regulation des Umsatzes zum Beispiel Schädigungen im Zusammenhang mit einer Helicobacter pylori-Infektion vermeidbar wären.

Die zweite Preisträgerin Sonnenberg forscht zu bislang noch fehlenden Verfahren und Registerstrukturen in der Versorgung von Schwangeren mit chronischentzündlichen Darmerkrankungen. Die Gastroenterologin arbeite daran, in Deutschland ein Schwangerschaftsregister für CED-Patientinnen aufzubauen und damit die Versorgungsstrukturen zu verbessern. Daten aus anderen Ländern belegten, dass mithilfe von Registern zum Beispiel Fragen zum Entbindungsmodus, zu medikamentösen Therapien sowie Komplikationen beantwortet werden könnten, heißt es weiter. (mmr)

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