Direkt zum Inhaltsbereich

KOMMENTAR

Forschungserfolg kein Königsweg

Peter LeinerVon Peter Leiner Veröffentlicht:

Embryonale Stammzellen von Menschen zu gewinnen, ohne zu Klonen und ohne Embryonen, etwa im Zusammenhang mit der In-vitro-Fertilisation, zu zerstören - das wünschen sich viele, die diese bereits im Ausland genutzten und in Deutschland verbotenen Methoden aus ethischen Gründen ablehnen.

Für sie könnte es eine akzeptable Möglichkeit sein, die jetzt italienische Forscher mit Parthenoten geschaffen haben. Das sind Embryonen, die durch Jungfernzeugung entstanden sind und die sich nicht zum Fötus weiterentwickeln können. Für die Grundlagenforschung sind aus solchen Embryonen gewonnene humane embryonale Stammzellen allemal geeignet. Ob sich solche Zellen eines Tages wie erhofft auch zur Therapie als Gewebeersatz nutzen lassen, läßt sich derzeit aber noch nicht beurteilen.

So hoffnungsvoll der Forschungsansatz für manche ist, so ist er doch kein Königsweg. Denn die Eizellen zur Herstellung der Stammzellen fallen nicht vom Himmel. Gesunde Frauen müssen sie spenden, und das kann sehr belastend für sie sein. Besser wäre es deshalb, die Erforschung ethisch nicht umstrittener adulter Stammzellen und die Entwicklung embryonaler Stammzellen aus bereits vorhandenen Embryozellen voranzutreiben.

Lesen Sie dazu auch: Stammzellen aus Embryonen nach Jungfernzeugung

Das könnte Sie auch interessieren
50 Jahre Jung-Preis

© Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung

50 Jahre Jung-Preis

Freiheit als Voraussetzung für medizinischen Fortschritt

Anzeige | Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung
Jugendliche die schon früh, ohne Eltern in die Sprechstunde kommen, werden selbstständiger.

© Racle Fotodesign / stock.adobe.com

Typ-1-Diabetes bei Kindern und Jugendlichen

Wie gelingt der Übergang vom Pädiater in die Erwachsenenmedizin?

Frauen erhalten eine andere und meist schlechtere Behandlung als Männer. Sie sind häufiger vom Medical Gaslighting betroffen, insbesondere in der Kardiologie.

© NPS Studio / stock.adobe.com

Hormone, Schwangerschaft, Wechseljahre

Warum ein Diabetes Frauen anders trifft als Männer

Kommentare
Sonderberichte zum Thema

Opioid-induzierte Obstipation

Paradigmenwechsel in der Behandlung: Vom Stuhl zum Nervensystem

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Grünenthal GmbH, Aachen
Abb. 1: Die kardiorenalmetabolische Organachse: ganzheitliche Versorgung durch interdisziplinäre Zusammenarbeit (Quelle: Michalopoulou E et al., J Clin Med 2025, 14:428)

© Springer Medizin Verlag

Biomarker gegen Diabetes-Folgen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Roche Diagnostics Deutschland GmbH, Mannheim
Porträt: xxx

© Porträt: Alexander Sahi

„ÄrzteTag extra“-Podcast

Testosteronmangel: Worauf es in der Hausarztpraxis ankommt

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Besins Healthcare Germany GmbH, Berlin
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Entlassmedikation kontrollieren

Sedativum bleibt oft nach Klinikaufenthalt eine Gefahr für Senioren

Lesetipps
Luftverschmutzung aufgrund von Feuer, gepaart mit Hitzewellen - da leidet nicht nur die Lunge, sondern auch das Herz.

© Kang / stock.adobe.com

Effekte der Klimaerwärmung

Hitze plus Waldbrandrauch erhöhen kardiovaskuläre Mortalität