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Kommentar

Fragen ohne Sinn und Verstand

Von Thomas Müller Veröffentlicht:

Manchmal fragt man sich, was bestimmte Umfragen eigentlich bezwecken sollen. Wenn man Menschen zu einem Sachverhalt befragt, von dem sie keine Ahnung haben, dann sind die Ergebnisse so überraschend wie bei einer Umfrage etwa unter Regenwürmern.

Im Gegensatz zu Regenwürmern kann man sich bei seinen Mitmenschen aber noch die Mühe machen, den Hintergrund zu erklären, und sie erst dann befragen. In der aktuellen Umfrage zum Nutzen der Krebsvorsorge wurde aber das offenbar nicht getan, nur so lässt sich der hohe Anteil unsinniger Antworten erklären. Und so kam heraus, was nicht anders herauskommen konnte: Die Befragten überschätzen den Nutzen. Diese Umfrage hätte man sich sparen können.

Lesen Sie dazu auch: Mangelhafte Kenntnisse zu Vorsorgeuntersuchungen

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Kommentare
Dr. Dagmar Starke 12.08.200917:17 Uhr

Kommentar ohne Sinn und Verstand?!

Es trifft eben nicht zu, dass die Umfrage redundant ist. Vielmehr belegt sie einmal mehr, dass die Informationen, die die Bevölkerung über den Nutzen (und mit Glück auch über die Risiken) von Krebs-Früherkennungsmaßnahmen erhält, in ihrer Darstellung defizitär sind. Die Befragten haben sich offensichtlich richtig an "20 Prozent" erinnert, nicht aber konkret daran, worauf sich die relative Risikoreduktion bezogen hat. Genau dieses Dilemma ist bereits mehrfach von der Arbeitsgruppe um Gigerenzer aber auch von anderen, z.B. Mühlhäuser, moniert worden. Folglich sind die Antworten als solche nicht wirklich unsinnig, sondern die Darstellung der Risikoreduktion in Form eines relativen Prozentsatzes irreführend.

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