Verbraucherschützer

Französisches Nährwert-Logo als Blaupause!

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BERLIN. Die Verbraucherzentralen machen sich für eine einfache Farb-Kennzeichnung auf Lebensmittelpackungen stark, um eine gesündere Ernährung zu erleichtern.

Das in Frankreich eingeführte System Nutri-Score, das aus einer fünfstufigen Farbskala mit Buchstaben besteht, biete die Chance, positive und negative Elemente von Fertigprodukten in einem einzigen Wert erkennbar zu machen, so der Chef des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv), Klaus Müller.

Es ermögliche zudem, nach langem Streit um Nährwert-Kennzeichnungen aus „den Schützengräben der Vergangenheit“ herauszukommen. Die Bundesregierung solle zügig ein solches Modell umsetzen. „Die Zeit drängt“, sagte Müller.

Das 2017 in Frankreich eingeführte Nutri-Score-System beschränkt sich auf fünf Wertungsstufen – von dunkelgrün mit einem „A“ für die günstigste Nährwertbilanz bis dunkelorange oder rot mit einem „E“ für die ungünstigste. Das zutreffende Feld wird dann auf der Packung größer hervorgehoben.

Diese Darstellung in einem Wert sei ein Schritt nach vorn, betonte der vzbv-Chef. Verrechnet würden dabei der Gehalt problematischer Bestandteile wie Zucker, Salz und Fett, aber auch positive Bestandteile wie Ballaststoffe, Proteine, Früchte und Gemüse. Hersteller können das Logo freiwillig verwenden. (dpa)

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Kommentare
Tilman Kappe 08.01.201906:26 Uhr

Unterschiedliche Grundlagen

Die Kennzeichnungen unterscheiden sich schon stark in ihrer Grundlage:

Nährwert-Angaben = chemische Einheiten
Nutri-Score = Bewertung

Auf welcher Basis wird der Nutri-Score berechnet? Ist das irgendwie wissenschaftlich bewiesen? Mir ist aufgefallen, daß den besten Wert „A“ z.B. Trinkwasser erhält, was überhaupt keinen Nährwert hat und für sich allein nicht als Nahrungsmittel taugt.

Ich kann verstehen, daß man bei abnehmender naturwissenschaftlicher Kenntnis in der Bevölkerung eine simple Kennzeichnung haben möchte, aber es geht wieder in Richtung fürsorgender Bevormundung, sozusagen staatlich geleitetes Leben.

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