Früher Start der Eplerenon-Therapie von Vorteil

NEW ORLEANS (ob). Patienten mit akutem Myokardinfarkt und zusätzlichen Komplikationen profitieren von einer Behandlung mit dem selektiven Aldosteronantagonisten Eplerenon. Dessen günstige Wirkung auf Mortalität und Morbidität ist bei frühzeitigem Therapiebeginn besonders ausgeprägt.

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Das belegen Ergebnisse einer neuen Subanalyse der EPHESUS-Studie, die Professor Faiez Zannad beim ACC-Kongress in New Orleans vorgestellt hat. Hauptergebnis dieser Studie war bekanntlich, dass Eplerenon (Inspra®) additiv zur Standardtherapie bei Patienten mit Myokardinfarkt und linksventrikulärer Dysfunktion (mit oder ohne Zeichen einer Herzinsuffizienz) die Gesamtmortalität im 16monatigen Studienzeitraum signifikant um 15 Prozent verringerte. Die Rate kardiovaskulär bedingter Todesfälle und Klinikeinweisungen wurde signifikant um 13 Prozent gesenkt.

Begonnen wurde die Behandlung zwischen dem 3. und 14. Tage nach dem Akutereignis. Einiges spreche dafür, dass sich ein früher Therapiestart günstig auswirken könnte, so Zannad. In der neuen Analyse ist deshalb geprüft worden, ob es klinisch einen Unterschied ausmachte, wenn die Eplerenon-Therapie zwischen den 3. und 7. Tag oder erst zwischen dem 8. und 14. Tag eingeleitet worden war.

Dies war der Fall. In der Gruppe der "Frühstarter" (n = 3597) reduzierte Eplerenon die Gesamtsterblichkeitsrate im Vergleich zu Placebo um 23 Prozent (12,6 versus 16,3 Prozent). Die Rate kardiovaskulär bedingter Todesfälle und Klinikeinweisungen war relativ um 15 Prozent niedriger (25,5 versus 29,3 Prozent). Für den plötzlichen Herztod betrug die relative Risikoreduktion 37 Prozent (4,4 versus 6,8 Prozent). Alle Unterschiede zwischen Eplerenon und Placebo waren signifikant.

Anders verhielt es sich bei "Spätstartern" (n = 3035). Hier kam die Wirkung von Eplerenon nur in Form eines günstigen Trends zum Ausdruck. So wurde etwa die Gesamtsterblichkeit bei Therapiestart sieben Tage oder später nach Infarkt nicht signifikant um acht Prozent gesenkt.

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