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DER LABORTIPP DES TAGES

Früherkennung von Rheuma

Veröffentlicht:

Sind ein oder mehrere Gelenke, besonders an Händen und Fingern, objektivierbar geschwollen und liegen serologische Entzündungszeichen (BSG, CRP) vor, besteht Verdacht auf Rheumatoide Arthritis (RA). Nur frühe Therapie kann die destruktiven Veränderungen aufhalten. Eine sichere Diagnose ist dafür entscheidend.

Der serologische Test AntiCCP hat im Vergleich zum Rheumafaktor-Nachweis eine erheblich höhere Spezifität. Mit dem Marker lässt sich eine RA in frühem Stadium erkennen. Eine gleichzeitige Bestimmung von Rheumafaktoren erhöht die Sensitivität des Nachweises, da teilweise andere Patientengruppen erkannt werden.

Bei Verdacht auf RA ist eine routinemäßige Bestimmung von AntiCCP besonders zur Früherkennung und zur Differenzialdiagnose von Arthritiden indiziert. Für den Test benötigt das Labor Serum der Patienten. Bestimmt und quantifiziert werden Antikörper vom IgG-Typ gegen zyklische citrullinierte Peptide (CCP). Diese kommen im Synovium bei RA vor.

EBM-Abrechnung: Der AntiCCP-Test lässt sich seit dem 1. Juli über die Ziffer 32489 mit 11,20 Euro abrechnen. Der Rheumafaktor wurde zu diesem Datum aus den Allgemeinen Laboratoriumsuntersuchungen gestrichen (Ziffer 32129), bleibt jedoch im Kapitel Spezielle Laboratoriumsuntersuchungen erhalten (Ziffer 32461, Vergütung 6,60 Euro).

GOÄ-Abrechnung: Der AntiCCP wird unter Ziffer 3877 abgerechnet mit 450 Punkten bei einer Vergütung von 26,13 Euro (einfach).

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