Direkt zum Inhaltsbereich

Bürger befragt

Frühsymptome von Parkinson wenig bekannt

Veröffentlicht:

MÜNCHEN. Mehr Aufklärung zur Erkrankung, eine Optimierung der Versorgung Betroffener! Mit diesen Appellen gehen rund um das Thema Morbus Parkinson Engagierte am 11. April, dem Welt-Parkinson-Tag, wieder an die Öffentlichkeit.

Daten und Fakten aus aktuellen Umfragen stützen die Appelle. Etwa die in diesem Jahr von der Schön Klinik präsentierten. Sie wurden Anfang 2019 bei rund 3000 Männern und Frauen – repräsentativ für Deutschland – in einer Online-Befragung erhoben, wie die Schön Klinik mitteilt.

Dass in der Bevölkerung noch Aufklärungsbedarf besteht, werde dabei auch dadurch deutlich, dass jeder zweite Befragte auch falschen Aussagen rund ums Thema Morbus Parkinson zugestimmt habe, heißt es in einer Mitteilung zur Umfrage. Solche falschen Antwortvorgaben waren zum Beispiel: „Parkinson ist ansteckend“ oder „Den Krankheitsverlauf von Parkinson kann man nicht verlangsamen“.

Die Online-Umfrage der Schön Klinik hat unter anderem ergeben:

  • Das bekannteste Parkinson-Symptom sind „zitternde Hände“. 83 Prozent der Befragten bringen dieses Symptom mit Parkinson in Verbindung. Nahezu unbekannt sind frühe Symptome wie nachlassender Geruchssinn (10 Prozent der Befragten meinen, dies könnte auf Morbus Parkinson hindeuten), Schmerzen in Schulter/Ellenbogen (10 Prozent) und Verstopfung (6 Prozent).
  • Dass Medikamente den Krankheitsverlauf verlangsamen können und die Symptome gelindert werden können ist weithin bekannt (89 und 88 Prozent stimmen den Aussagen zu). Das gilt auch für die Aussagen, dass auch junge Menschen erkranken können (86 Prozent) und Bewegung den Krankheitsverlauf verlangsamen kann (74 Prozent).
  • Die bekannteste Behandlungsmethode sind Medikamente, 58 Prozent der Befragten kennen diese Option. Physio- oder Ergotherapie kennt jeder dritte.
  • Nur jeder fünfte kennt die tiefe Hirnstimulation (Hirnschrittmacher). Tanztherapie halten nur 11 Prozent für eine Behandlungsmethode, Therapie mit Virtual Reality und Spielkonsolen nur 5 Prozent. (mal)
Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Interview

Schmerzen bei Demenz-Patienten: Welche Fallstricke lauern in der Diagnostik?

Krafttraining bis zur Erschöpfung

„Adonis-Komplex“: Was Ärzte beim Verdacht auf Muskeldysmorphie tun können

S1-Leitlinie zu neurologischen HIV-Manifestationen

Noch keine Lösung für HIV-assoziierte kognitive Defizite

Das könnte Sie auch interessieren
Update Multiple Sklerose: Aktuelle Erkenntnisse und Entwicklungen

© libre de droit | iStock

Update MS

Update Multiple Sklerose: Aktuelle Erkenntnisse und Entwicklungen

Anzeige | Merck Healthcare Germany GmbH
Einfluss der MS-Therapie auf Immunzellen im Liquor

© Yozayo | iStock

Intrathekale Entzündung

Einfluss der MS-Therapie auf Immunzellen im Liquor

Anzeige | Merck Healthcare Germany GmbH
Ein erreichbares Ziel bei MS?

© Merck KGaA

Therapiefreie Remission

Ein erreichbares Ziel bei MS?

Anzeige | Merck Healthcare Germany GmbH
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Folgen einer Fehldiagnose bei Menschen mit einer Seltenen Erkrankung (SE), die angaben, dass ihre SE oder die SE einer von ihnen betreuten Person mindestens einmal falsch diagnostiziert wurde (n=4.756)

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [2]

Neuromyelitis-Optica-Spektrum-Erkrankungen

Weshalb das rechtzeitige Erkennen und Behandeln wichtig ist

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Alexion Pharma Germany GmbH, München
Ofatumumab zeigt günstiges 8-Jahres-Sicherheitsprofil

© William / Generated with AI / Stock.adobe.com

Aktive schubförmige Multiple Sklerose

Ofatumumab zeigt günstiges 8-Jahres-Sicherheitsprofil

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novartis Pharma GmbH, Nürnberg
Tab. 1: Stufentherapieschema zur verlaufsmodifizierenden Therapie der generalisierten Myasthenia gravis

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [6]

Generalisierte Myasthenia gravis

Krankheitssymptome und Therapielast wirksam lindern

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Alexion Pharma Germany GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Konzepte gegen Ärzte- und Nachfolgermangel

Mit dem Blockpraktikum Lust auf den Landarztberuf machen

Lesetipps
Die Sonne verschwindet hinter einer Mohnblüte in den dunklen Wolken

© Thomas Warnack/dpa

Aktuelle Daten

RKI: Fast 10.000 hitzebedingte Tote in diesem Jahr