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Gefäßliga klärt mit Kampagne zu pAVK auf

HEIDELBERG (ug). "Achtung! Schaufensterkrankheit - Schmerzen in den Beinen können tödlich sein!" Mit Plakaten, Fernseh- und Radiospots sowie Veranstaltungen für Ärzte und Patienten klärt die Deutsche Liga zur Bekämpfung von Gefäßerkrankungen zurzeit über die periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK) auf.

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Denn pAVK führt zu einer um zehn Jahre verkürzten Lebenserwartung und zu jährlich etwa 45 000 Amputationen in Deutschland. Über vier Millionen Menschen leiden an der Krankheit, wird geschätzt. Doch nur bei etwa jedem Dritten ist die pAVK diagnostiziert.

"Die pAVK ist maximal unterschätzt", sagte Professor Curt Diehm, Chefarzt am SRH-Klinikum Karlsbad-Langensteinbach und Vorsitzender der Gefäßliga, zum Start der Aufklärungskampagne in Heidelberg. In einer eigenen großen Studie zur Prävalenz der pAVK (getABI), die 2001 begann, wurden drei Jahre lang 6880 nicht ausgewählte Patienten über 65 Jahren in 344 Hausarztpraxen untersucht.

Jeder Fünfte hatte eine pAVK, aber nur jeder dritte Betroffene wusste davon. Die Sterberate der Patienten mit pAVK war im ersten Studienjahr dreimal höher als bei jenen ohne pAVK. Außerdem ist die Krankheit ein wichtiger Marker für Herzinfarkt und Schlaganfall.

Diese Zahlen zu verbessern ist das Ziel der Kampagne, die teilweise wissenschaftlich begleitet wird. Auch Ärzte achten zu wenig auf diese "unterschätzte Gefahr", so die Experten in Heidelberg. Noch nähmen viele Kollegen an, dass 80 Prozent der pAVK-Patienten eine Claudicatio intermittens aufweisen, sagte Dr. Thomas Jansen, Angiologe und Phlebologe aus Pforzheim. "Das stimmt aber nicht." Nur jeder zehnte Betroffene habe pAVK-typische Beschwerden.

Risikofaktoren für pAVK sind Rauchen, Diabetes, Hypertonie, Dyslipidämien und Übergewicht. Patienten, die mindestens einen dieser Faktoren aufweisen, sollte man in der Praxis grundsätzlich bitten, die Schuhe auszuziehen, damit man die Fußpulse fühlen kann. Zudem ist der Knöchel-Arm-Index mit Ultraschall-Doppler eine effektive, einfache und schnelle diagnostische Methode.

Mehr Infos zur Kampagne im Web unter: www.deutsche-gefaessliga.de

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