KOMMENTAR

Gegen Noroviren hilft nur penible Hygiene

Wolfgang GeisselVon Wolfgang Geissel Veröffentlicht:

In diesem Jahr gibt es erneut eine Winterepidemie mit Noroviren. Besonders Kleinkinder sowie kranke und immungeschwächte alte Menschen erkranken an Brechdurchfall mit den Erregern. In Heimen und Kliniken werden dabei immer wieder Ausbrüche registriert. Durch strenge Hygiene und Isolierung von Kranken lassen sich Ansteckungen vermeiden.

Patienten mit Norovirus-Infektionen und stabilem Kreislauf haben eine gute Prognose. Nach zwei bis drei Tagen heilt der Brechdurchfall meist aus. Stuhl und Erbrochenes sind aber hoch-infektiös, und das Virus ist in der Umwelt sehr stabil. Um Ansteckungen zu verhindern, sollten erkrankte Heimbewohner besser nicht in eine Klinik eingewiesen werden. Lässt sich dies nicht vermeiden, ist das Krankenhaus vorher über die Verdachtsdiagnose zu informieren.

Eine Prävention ist nur durch gute Hygiene möglich. Erkrankte sind möglichst in einem Zimmer mit eigenem WC zu isolieren. Türgriffe und Oberflächen, mit denen ein Patient in Kontakt gekommen ist, sollten mit viruziden Desinfektionsmitteln täglich abgewischt werden, die Sanitäranlagen häufiger. Kontaminierte Flächen (etwa mit Erbrochenem) sind sofort nach Anlegen eines Mundschutzes mit Desinfektionsmitteln zu säubern. Im Umgang mit Patienten ist sorgfältige Handhygiene mit Desinfektionsmitteln wichtig. Ärzte sollten Pflegekräften zudem einschärfen, dass Patienten bis zu zwei Wochen nach Erkrankung noch andere anstecken können.

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