Geklonte Tiere aus weißen Blutkörperchen

PITTSBURGH (ple). Tiere zu klonen, etwa zur Erforschung embryonaler Stammzellen, das gelingt offenbar mit ausdifferenzierten, sich nicht mehr weiter entwickelnden Zellen viel besser als - wie bisher vermutet - mit Stammzellen. Das haben jetzt US-Forscher nachgewiesen.

Veröffentlicht:

Sollten sich diese Klonergebnisse mit ausdifferenzierten Körperzellen bestätigen, würde dies die bisherige Hypothese über den Haufen werfen, nach der Klonen am effizientesten ist, wenn embryonale oder adulte Stammzellen verwendet werden. Beim Klonen, auch als Kerntransfer bezeichnet, wird ein Zellkern eines Organismus, der geklont werden soll, in eine entkernte Eizelle übertragen.

Weil Stammzellen ein großes Entwicklungspotential haben - entweder zu einem vollständigen Organismus (embryonale Stammzellen) oder zumindest zu mehreren Zellarten einer Zell-Linie wie die Blutzellen (adulte Stammzellen) -, hatte man bisher vermutet, daß Stammzellen am besten fürs Klonen geeignet sind.

Wie die Forscher jetzt berichten, hatten sie den besten Klonerfolg mit ausdifferenzierten Granulozyten (Nature Genetics-Online). Verglichen hatten sie das Klonergebnis mit dem bei Verwendung der Zellkerne hämatopoetischer Stammzellen und bereits etwas weiter entwickelter hämatopoetischer Vorläuferzellen. In den Versuchen mit Mäusen entwickelten sich in 35 Prozent der fast 1400 Klonversuche, bei denen Granulozyten verwendet wurden, Blastozysten. In zwei Fällen wurden sogar Mäuse nach Kaiserschnitt geboren, die aber kurz darauf starben.

Kommentare
* Hinweis zu unseren Content-Partnern
Dieser Content Hub enthält Informationen des Unternehmens über eigene Produkte und Leistungen. Die Inhalte werden verantwortlich von den Unternehmen eingestellt und geben deren Meinung über die Eigenschaften der erläuterten Produkte und Services wieder. Für den Inhalt übernehmen die jeweiligen Unternehmen die vollständige Verantwortung.
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Potenzielle Schäden durch eine Influenza-Infektion an verschiedenen Organsystemen

© Springer Medizin Verlag

Impfen und Herzgesundheit

Mehr als nur Grippeschutz: Warum die Influenza-Impfung bei Menschen mit kardiovaskulären Erkrankungen so wichtig ist

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, Frankfurt a. M.
Abb. 1: Mittlere Veränderung des DAS28-CRP bis Woche 52 gegenüber Ausgangswert (primärer Wirksamkeitsendpunkt)

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [2]

Anti-TNF-Therapie

Erstes Golimumab-Biosimilar erweitert Therapiespielräume bei RA, PsA, axSpA und pJIA

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Advanz Pharma GmbH, München
PARPi plus ARPi: Nur bei BRCA-Mutation oder auch für Patienten ohne Mutation?

© samunella / stock.adobe.com

Metastasiertes kastrationsresistentes Prostatakarzinom

PARPi plus ARPi: Nur bei BRCA-Mutation oder auch für Patienten ohne Mutation?

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Pfizer Pharma GmbH, Berlin
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

New Orleans

Herzkongress ACC 2026: Das sind die wichtigen neuen Studien

Insbesondere Clindamycin, Fluorchinolone und Flucloxacillin

Antibiotika wirken sich offenbar langfristig auf das Darmmikrobiom aus

Lesetipps
5 Blutproben in Röhrchen

© Pixel-Shot / Stock.adobe.com

Chronische Erkrankungen

Diese fünf Biomarker weisen auf Multimorbidität hin