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Gentherapie reduziert die Zahl der Amputationen

BERLIN (gvg). Neue Hoffnung für Menschen mit ischämischen Fußulzera? Vielleicht. In einer internationalen Phase-II-Studie mit deutscher Beteiligung konnte eine Gentherapie mit Wachstumsfaktor-Genen Patienten Amputationen ersparen.

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An der noch unveröffentlichten, placebokontrollierten Studie TALISMAN 201, die beim Chirurgenkongreß in Berlin vorgestellt wurde, nahmen 107 pAVK-Patienten teil. Es waren stark gefährdete Patienten mit kritischer Extremitätenischämie, bei denen keine weitere interventionelle oder chirurgische Therapie möglich war.

Diese Patienten - die Hälfte davon Diabetiker - erhielten viermal im Abstand von je zwei Wochen jeweils acht lokale intramuskuläre Injektionen mit dem Wachstumsfaktor-Gen FGF-1. Als Genfähren wurden ringförmige DNA-Moleküle und keine Viren verwendet.

Wie Professor Sigrid Nikol von der Klinik für Angiologie der Uni Münster, einem der sechs Studienzentren, mitteilte, kam es in der Kontrollgruppe bei 31 Prozent der Patienten innerhalb eines Jahres zu einer Amputation, in der Gentherapiegruppe dagegen nur bei 19 Prozent. Der statistisch signifikante Vorteil blieb auch dann, wenn die klinisch relevanteren Amputationen oberhalb des Sprunggelenks getrennt betrachtet wurden.

"Unsere Daten zeigen, daß es offenbar vor allem die Diabetiker sind, die von der Gentherapie überdurchschnittlich profitieren", betonte Nikol in Berlin. Mit der Therapiesicherheit gab es bisher keine Probleme.

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