Direkt zum Inhaltsbereich

Kommentar

Gesetze gelten auch für Krankenkassen

Von Bülent Erdogan Veröffentlicht:

Von Zeit zu Zeit packt den Leiter der Abteilung Krankenversicherung im Bundesgesundheitsministerium, Franz Knieps, mit Blick auf die Kassen der kalte Zorn: "Eigentlich brauchen Gesetze im Gesundheitswesen eine Präambel: ,Dieses Gesetz gilt wirklich - das ist nicht nur ein Vorschlag‘", sagt er dann.

Der ehemalige Geschäftsführer Politik des AOK-Bundesverbandes kennt die Verhinderungstaktiken der Kassen bestens. Die funktionieren offenbar auch im Fall der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung (SAPV).

Seit April 2007 haben schwerstkranke und sterbende Menschen eigentlich einen Rechtsanspruch auf einen würdevollen Tod in den eigenen vier Wänden, seit vergangenem August sind endlich alle Voraussetzungen für Verhandlungen der Kassen mit Leistungserbringern gegeben.

Bis zu 80 000 totkranke Menschen jährlich könnten mit einer funktionierenden ärztlichen, pflegerischen und psychosozialen Betreuung daheim statt in der Klinik oder im Hospiz sterben. Geschehen ist indes bislang nichts, die Kassen stehen weiter auf der Bremse - und sparen mit jedem Monat bares Geld. Dass Patienten ihren SAPV-Rechtsanspruch auf einen würdevollen Tod sogar einklagen müssen, ist ein Skandal. Noch einmal: Gesetze gelten auch für Kassen!

Lesen Sie dazu auch: Palliativmedizin weiter in der Warteschleife

Mehr zum Thema

Wird oft übersehen

Wie sich Migräne bei älteren Menschen zeigt

Das könnte Sie auch interessieren
Jugendliche die schon früh, ohne Eltern in die Sprechstunde kommen, werden selbstständiger.

© Racle Fotodesign / stock.adobe.com

Typ-1-Diabetes bei Kindern und Jugendlichen

Wie gelingt der Übergang vom Pädiater in die Erwachsenenmedizin?

Frauen erhalten eine andere und meist schlechtere Behandlung als Männer. Sie sind häufiger vom Medical Gaslighting betroffen, insbesondere in der Kardiologie.

© NPS Studio / stock.adobe.com

Hormone, Schwangerschaft, Wechseljahre

Warum ein Diabetes Frauen anders trifft als Männer

Update Multiple Sklerose: Aktuelle Erkenntnisse und Entwicklungen

© libre de droit | iStock

Update MS

Update Multiple Sklerose: Aktuelle Erkenntnisse und Entwicklungen

Anzeige | Merck Healthcare Germany GmbH
Einfluss der MS-Therapie auf Immunzellen im Liquor

© Yozayo | iStock

Intrathekale Entzündung

Einfluss der MS-Therapie auf Immunzellen im Liquor

Anzeige | Merck Healthcare Germany GmbH
Ein erreichbares Ziel bei MS?

© Merck KGaA

Therapiefreie Remission

Ein erreichbares Ziel bei MS?

Anzeige | Merck Healthcare Germany GmbH
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Primär Biliäre Cholangitis: therapeutisches Potenzial der PPAR-Aktivierung

© Kateryna_Kon / stock.adobe.com

PPAR-Isoform-Selektivität: wissenschaftliche Grundlagen und klinische Relevanz

Primär Biliäre Cholangitis: therapeutisches Potenzial der PPAR-Aktivierung

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Gilead Sciences GmbH, Planegg-Martinsried

Vitamin-B12-Mangel

Frühzeitig erkennen, gezielt therapieren

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Wörwag Pharma GmbH & Co. KG, Böblingen
ATTR-CM-Therapien im Wandel: Die Rolle von Acoramidis

© CLIPAREA.com / stock.adobe.com

Transthyretin-Amyloidose mit Kardiomyopathie

ATTR-CM-Therapien im Wandel: Die Rolle von Acoramidis

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Bayer Vital GmbH, Leverkusen
Vorteile des Logins

Mit unserem kostenloses Login erhalten Ärztinnen und Ärzte, Medizinstudierende sowie Fachkräfte im Gesundheitswesen vollen Zugriff auf unsere medizinischen und praxisrelevanten Inhalte.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Komplexe Gemengelage

COVID-Prophylaxe 2.0: Das gilt bei der Abrechnung

Robert Koch-Institut

Erster Nachweis von Sindbis-Fieber in Deutschland

Lesetipps
Eine Frau sitzt mit einer brennenden Zigarette hinter dem Lenkrad ihres Autos.

© Peter Steffen/dpa

DEGAM-Kongress

Wie viele KHK-Patienten rauchen?

Viele Gespräche, sich viel Zeit nehmen – das setzt eine Suizidassistenz voraus.

© Lumos sp / stock.adobe.com

Begleitetes Sterben

Suizidassistenz gewinnt Bedeutung in deutschen Hausarztpraxen