Pädiatrie

Giftzentrale warnt vor Früchten von Goldregen

GÖTTINGEN (pid). Das Giftinformationszentrum-Nord (GIZ) in Göttingen warnt dringend vor Vergiftungen durch Goldregen. In den vergangenen Tagen habe es bereits viele Anfragen gegeben, weil Kinder die Früchte von Goldregensträuchern gegessen hatten, sagte Giftexperte Andreas Schaper.

Veröffentlicht: 22.06.2006, 08:00 Uhr

Allein in Göttingen kamen am Dienstag gleich drei neunjährige Schülerinnen zur vorsorglichen Untersuchung in ein Krankenhaus. Eine Lehrerin hatte den Rettungsdienst verständigt, nachdem sie eines der Mädchen beim Verzehr der Blütentrauben beobachtet hatte.

Später stellte sich heraus, daß zwei weitere Schülerinnen ebenfalls von den Früchten gegessen hatten. Glücklicherweise verlief alles glimpflich. Einen weiteren Fall gab es in Hildesheim. Dort kamen am Dienstag zwei Mädchen im Alter von fünf und acht Jahren zur stationären Überwachung in ein Krankenhaus.

Sämtliche Pflanzenteile des Goldregens enthalten Giftstoffe. Die höchste Konzentration befindet sich in den reifen Samen. Schon der Verzehr einer geringen Zahl der erbsenähnlichen Früchte könne zu starken Vergiftungserscheinungen führen, warnen die Göttinger Giftexperten. Betroffene leiden meist an starken Schmerzen im Magen- und Darmbereich, oft komme es auch zu einem massiven Erbrechen.

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