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Grippe-Epidemie füllt die Wartezimmer

NEU-ISENBURG. (di/ava/mut). Husten, Schnupfen, Fieber: Erkältungs- und Influenza-Viren sorgen derzeit für ungewöhnlich volle Wartezimmer. Im Süden Deutschlands steigen die Krankenzahlen weiter, im Norden scheint sich die Lage bereits etwas zu entspannen.

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Übervolle Praxen sind in diesen Tagen keine Seltenheit. Dafür sorgt eine ungewöhnlich heftige Grippewelle.

Übervolle Praxen sind in diesen Tagen keine Seltenheit. Dafür sorgt eine ungewöhnlich heftige Grippewelle.

© Foto: dpa

Seit zwei Wochen beobachtet der Allgemeinarzt und Sportmediziner Dr. Jochen Franz aus Aschaffenburg in Bayern einen Anstieg von Atemwegsinfekten. Am Freitagmorgen waren von 50 Patienten zehn wegen Atemwegsinfekten in die Praxis gekommen, bei fünf von ihnen diagnostizierte er Influenza. Franz: "Ich vermute, dass der Gipfel noch nicht erreicht ist." Von den Patienten, die er gegen Influenza geimpft hat, sei kein einziger erkrankt.

In Harrislee bei Flensburg hält die Grippewelle bereits seit vier Wochen die Gemeinschaftspraxis der Allgemeinmediziner Michael Bergeler und Gabriele Pelz-Bergeler in Atem. Jeder dritte Patient kam in dieser Zeit wegen eines Atemwegsinfektes. Am Freitag hatten sie zum ersten Mal seit Beginn der Grippewelle keine Patienten mit Neuerkrankung. "Die Welle klingt jetzt ab", sagte Bergeler der "Ärzte Zeitung". Insgesamt hatte die Gemeinschaftspraxis etwa 450 Patienten geimpft. Nur zwei von ihnen bekamen die Infektion trotzdem. Für Bergeler ist diese Quote ein großer Erfolg.

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