Gute Erfolge mit Biologicals bei Psoriasis-Arthritis

DRESDEN (grue). Biologicals verringern die Zahl schmerzhafter und geschwollener Gelenke bei Psoriasis-Arthritis und verhindern die fortschreitende Gelenkzerstörung. Sie sind eine Therapieoption nach erfolgloser Behandlung mit anderen Medikamenten.

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Die TNF-alpha-Blocker Infliximab und Etanercept können Patienten mit Psoriasis-Arthritis verordnet werden, die auf adäquat dosierte Basistherapien nur unzureichend ansprachen. Infliximab (Remicade®) etwa überzeugt durch schnellen Therapieerfolg, hohe Effizienz und günstige Beeinflussung der radiologischen Progression. Das sagte Professor Ulrich Mrowietz aus Kiel bei einer Veranstaltung des Unternehmens Essex in Dresden.

Die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie knüpft die Therapie mit TNF-alpha-Antagonisten aufgrund eines speziellen Spektrums möglicher unerwünschter Arzneimittelwirkungen an besondere Bedingungen. "TNF-alpha ist ein wichtiges Zytokin zur Steuerung des Immunsystems; deshalb müssen vor und während der Therapie relevante klinische Infektionen ausgeschlossen werden", sagte Mrowietz.

Bewährte Strategien zur Infektabwehr sind: Niedrige Medikamentendosis, perioperative Pausen und rasche diagnostische Abklärung bei Temperaturanstiegen. Unter diesen Voraussetzungen beschränkten sich unerwünschte Wirkungen meist auf milde Infusionsreaktionen, sagte Mrowietz.

"Die Sicherheit von Infliximab etwa ist bei mehr als 500 000 Patienten in den vergangenen zwölf Jahren dokumentiert worden", so Mrowietz. Mit wechselnder Inzidenz wurden dabei auch Antikörper gegen Infliximab nachgewiesen, deren klinische Relevanz aber unklar sei.

Auch bei den gelegentlich auftretenden Auto-Antikörpern gebe es wohl keinen Zusammenhang mit Autoimmun-Erkrankungen vom Typ des Lupus erythematodes, die ohnehin selten vorkämen. Das gelte auch für Malignome mit einer Inzidenz von 6,6 bei 100 000 mit Infliximab behandelten Patienten. Da Arthritis-Patienten meist schon vor der Therapie mit TNF-alpha-Blockern verschiedene Immunsuppressiva bekommen haben, sei die Ursachenforschung hier schwierig, so Mrowietz.

Sein Fazit: Unter Einhaltung regelmäßiger Therapiekontrollen fällt die Nutzen-Risiko-Beurteilung für die neuen Medikamente günstig aus, zumal damit auch noch Erfolge zu erzielen sind bei Patienten, die vergebliche Therapieversuche mit anderen Medikamenten hinter sich haben.

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