Thrombose/Embolie

Gute Studiendaten für neues Antikoagulans

NEU-ISENBURG (ikr). Das Antikoagulans Argatroban ist effektiv und gut verträglich zur Therapie von Patienten mit heparininduzierter Thrombozytopenie Typ II (HIT-II), die eine parenterale antithrombotische Therapie benötigen. Das belegen neue Studiendaten.

Veröffentlicht: 17.02.2006, 08:00 Uhr

In einer Studie erhielten 304 Patienten den direkten Thrombin-Hemmer Argatroban (Argatra®) i.v. für fünf bis sieben Tage in einer mittleren Dosierung von 1,7 bis 2,0 µg/kg/min (Expert Rev Cardiovasc Ther 3, 2005, 31).

Die Patienten hatten entweder eine HIT (isolierte Thrombozytopenie) oder eine HIT mit thrombotischem Syndrom (HITTS). Verglichen wurden die Therapie-Ergebnisse mit denen einer historischen Kontrollgruppe mit HIT oder HITTS.

Mit Argatroban war die Inzidenz des kombinierten Endpunktes - Gesamt-Sterberate, Gesamt-Amputations-Rate oder erneute Thrombose binnen 37 Tagen - bei den 160 HIT-Patienten signifikant geringer (27 versus 39 Prozent). Bei den 144 HITTS-Patienten betrug die Inzidenz des kombinierten Endpunktes in der Argatroban-Gruppe 44 Prozent, in der Kontrollgruppe 57 Prozent.

Auch die Rate der erneuten Thrombosen und die thrombosebedingte Sterberate waren mit Argatroban signifikant geringer. Größere Blutungen gab es bei 6,9 Prozent der mit Argatroban behandelten Patienten und bei 6,7 Prozent in der Kontrollgruppe. Argatroban vom Unternehmen Mitsubishi Pharma ist seit Juni 2005 zur Therapie bei HIT II zugelassen.

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