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HIV-Screening vor Circumcision ist nicht nötig

BALTIMORE (hub). Die Circumcision ist Teil der Strategie, die HIV-Übertragungen in Afrika einzudämmen. Vor dem Eingriff muss der Infektionsstatus nicht bestimmt werden.

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Bei etwa 2300 HIV-negativen und 420 HIV-positiven Männern in ländlichen Gebieten von Uganda erfolgten Beschneidungen. Männer mit Symptomen einer HIV-Infektion oder geringer CD4-Zellzahl waren ausgeschlossen. Anschließend wurden bis zu sechs Wochen Komplikationen dokumentiert (PLoS Med 5, 2008, e116).

Moderate und schwere Op-Komplikationen gab es mit etwa drei Prozent in beiden Gruppen. Die Heilung war bei HIV-positiven Patienten etwas langsamer. Und Männer, die bereits vor vollständiger Abheilung Sex hatten, mussten mit einer höheren Komplikationsrate rechnen. Die Autoren weisen daraufhin: Frauen HIV-positiver Männer hatten ein höheres HIV-Infektionsrisiko, wenn der Akt vor der vollständigen Wundheilung stattfand. Nach einer Beschneidung müsse daher etwa sechs Wochen gewartet werden.

Dass eine Beschneidung die HIV-Infektionsrate bei afrikanischen Männern um etwa 60 Prozent mindern kann, wurde mittlerweile in drei klinischen Studien gezeigt. Da HIV-positive Männer kein erhöhtes Komplikationsrisiko haben, könne auf ein präoperatives Screening verzichtet werden, so die Autoren.

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