Hepatitis-B-Kranke profitieren von Mittel gegen HIV

BONN (ple). Sprechen Patienten mit einer Hepatitis-B-Virus-Infektion auf Adefovir nicht an, kann ihnen eine Therapie mit dem HIV-Medikament Tenofovir doch noch helfen.

Veröffentlicht:

Ursache dafür, daß sich die Virusmenge durch Adefovir nicht verringern läßt, könnte Folge einer Resistenz-Mutation sein. Solche primären Resistenzen gegen Adefovir hat jetzt die Gruppe um Dr. Oliver Schildgen von der Uni Bonn bei drei Patienten entdeckt (NEJM 354, 2006, 1807).

Wurde die Therapie von Adefovir auf Tenofovir umgestellt, sank die Virusmenge bei zwei Patienten von etwa 500 Millionen auf unter 100 Virus-DNA-Moleküle pro Milliliter Blut, bei dem dritten Patienten sogar unter die Nachweisgrenze von 30 DNA-Molekülen pro Milliliter.

Das HIV-Medikament Tenofovir ist nicht zur Therapie bei Hepatitis B zugelassen. In Studien mit HIV-Infizierten, die auch HBV-infiziert sind, konnte jedoch belegt werden, daß sich damit auch HBV in Schach halten läßt.

Ihr Newsletter zum Thema
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: FIB-4 1,3: numerische 26%ige Risikoreduktion der 3-Punkt-MACE durch Semaglutid 2,4mg

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [17]

Kardiovaskuläre, renale und hepatische Komorbiditäten

Therapie der Adipositas – mehr als Gewichtsabnahme

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novo Nordisk Pharma GmbH, Mainz
SCD-PROTECT-Studie-- Frühe Phase nach Diagnose einer Herzinsuffizienz – deutlich höheres Risiko für den plötzlichen Herztod als in der chronischen Phase.

© Zoll CMS

SCD-Schutz in früher HF-Phase

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: ZOLL CMS GmbH, Köln
Abb. 2: Schneller Wirkeintritt von Naldemedin im Vergleich zu Placebo in den Studien COMPOSE-1 und COMPOSE-2

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [15]

Opioidinduzierte Obstipation

Selektive Hemmung von Darm-Opioidrezeptoren mit PAMORA

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Viatris-Gruppe Deutschland (Mylan Germany GmbH), Bad Homburg v. d. Höhe
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Urogenitale Malignome

Akute Zystitis kann auf künftigen Krebs hinweisen

Risikoadaptiertes Vorgehen

Lungenkrebs-Screening: Nach Rauchstopp erst später ins CT?

Lesetipps
Spritze zum Impfen mit Schriftzug

© Fiedels / stock.adobe.com

Hotline Impfen

Stellen Sie Ihre Fragen zum Impfen!

Ein Mann mit naßgeschwitztem Gesicht und Hemd tupft sich mit einem Tuch die Stirn ab.

© Creatas / Thinkstock

Stufenschema

Das große Schwitzen: Strukturiert gegen Hyperhidrose vorgehen