Herzinfarkt: Wer schwitzt, ruft eher den Notarzt

Veröffentlicht:

Schwitzen ist für die meisten Herzinfarkt-Patienten ein Hauptsymptom, das sie veranlaßt, den Notarzt zu rufen. Die Identifikation solcher und weiterer Schlüsselsymptome könnte helfen, Zeitverzögerungen bis zur endgültigen Diagnose und Therapie zu verhindern, meinen US-Kardiologen.

Patienten mit Myokardinfarkt warten oft zu lange, bis sie den Notarzt rufen. Dies habe Auswirkungen auf die Überlebenschance, so Dr. Catherine J. Ryan von der University of Illinois in Chicago und ihre Kollegen. In einer britisch / US-amerikanischen Studie haben sie bei mehr als 1000 Herzinfarkt-Patienten fünf Symptom-Cluster identifiziert.

Wenig überraschend war, daß die Patienten mit einer Symptom-Konstellation, die die meisten typischen Beschwerden enthielt, sich auch am schnellsten um Hilfe bemüht haben. Dabei handelte es sich um Brust- und Armschmerzen, das Gefühl einer Magenverstimmung, Übelkeit, Kurzatmigkeit und weitere Symptome.

Aber auch bei den Patienten, die durchschnittlich 20 bis 22 Stunden gewartet hatten, bevor sie professionelle Hilfe in Anspruch nahmen, kamen relativ häufig Brustschmerzen und Kurzatmigkeit sowie gastrointestinale Symptome vor.

Das Symptom Schwitzen stellte überraschenderweise den trennschärfsten Parameter, der zwischen rasch Hilfe rufenden und erst spät agierenden Patienten differenzierte: Wer nicht schwitzte, ließ die meiste Zeit verstreichen.

Die Aufklärung der Öffentlichkeit über Herzinfarkt-bezogene Symptom-Cluster könnte die Morbidität und Mortalität positiv beeinflussen, so die britischen und US-amerikanischen Kardiologen. (ner)

Schlagworte:
Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Systematisches Review mit Metaanalyse

Psychische Probleme wohl mit akutem Koronarsyndrom assoziiert

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Daten zur lipidologischen Versorgung von Patientinnen und Patienten mit hohem kardiovaskulärem Risiko aus der VESALIUS-REAL-Studie

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [7]

Kardiovaskuläre Prävention

Frühe Risikoidentifikation und konsequentes Lipidmanagement

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Amgen GmbH, München
SCD-PROTECT-Studie-- Frühe Phase nach Diagnose einer Herzinsuffizienz – deutlich höheres Risiko für den plötzlichen Herztod als in der chronischen Phase.

© Zoll CMS

SCD-Schutz in früher HF-Phase

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: ZOLL CMS GmbH, Köln
Abb. 1: Risikoreduktion durch Bempedoinsäure gegenüber Placebo in der CLEAR-Outcomes-Studie für den primären 4-Komponenten-Endpunkt (A) und den sekundären 3-Komponenten-Endpunkt (B) stratifiziert nach Diabetes-Status

© Springer Medizin Verlag

Diabetes mellitus

Bempedoinsäure: Benefit für Hochrisiko-Kollektive

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Daiichi Sankyo Deutschland GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Off-Label-Use möglich

Long-COVID-Therapie: So schätzt Hausarzt Maibaum den G-BA-Beschluss ein

Lesetipps