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DDG-Herbsttagung

Herzschwäche bei Diabetikern wird oft zu spät diagnostiziert

Diabetiker erkranken doppelt so häufig an Herzinsuffizienz wie Stoffwechselgesunde. Experten empfehlen daher regelmäßiges Screening.

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Das Risiko für Herzkreislauferkrankungen ist bei Diabetes zwei- bis vierfach erhöht.

Das Risiko für Herzkreislauferkrankungen ist bei Diabetes zwei- bis vierfach erhöht.

© Matthieu / stock.adobe.com

Berlin. Das Risiko für Herzkreislauferkrankungen ist bei Diabetes zwei- bis vierfach erhöht, bei Frauen sogar bis zu sechsfach, erinnert die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) aus Anlass ihrer diesjährigen Herbsttagung. Hinzu komme, dass die Herzinsuffizienz bei Diabetikern oft zu spät erkannt wird. „Von dieser Erkrankung sind deutlich mehr Diabetespatienten betroffen als bisher angenommen“, wird Professor Nikolaus Marx von der Uniklinik der RWTH Aachen in der Mitteilung der DDG zitiert.

Wie eine Diabeteserkrankung das Risiko für Herzinsuffizienz erhöht, sei bisher nicht völlig geklärt. „Vermutlich spielen hier Stoffwechselveränderungen im Herzmuskel eine Rolle“, so Marx. Neuen Erkenntnissen zufolge trügen aber auch Immunbotenstoffe aus Fettgewebe und Leber zur Schädigung von Gefäßen und Organen bei.

Gleichzeitig hätten zwischen 25 und 40 Prozent der Patienten mit einer Herzinsuffizienz auch einen – oft unerkannten – Diabetes, heißt es in der Mitteilung weiter. Liege eine Herzinsuffizienz vor, sollte daher auch immer auf einen Diabetes untersucht werden. (eb)

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