Mögliche Therapieoption

Hilft Stimulation des Vagusnervs bei Asthma?

Die Vagusnervstimulation könnte eine Option zur Prophylaxe von Exazerbationen bei Asthma-Patienten sein.

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BERLIN. Nerven sind wichtige Mitspieler beim Asthma und als therapeutische Ziele interessant. Eine Option könnte zukünftig die Vagusnervstimulation sein.

Nerven verändern sich bei Allergie, die Reaktionsschwelle sinkt. Eine besondere Rolle spielen dabei sensorische Vagusnervneurone, die Hauptafferenz von Atemwegen und Lunge. "Tatsächlich ist der Vagusnerv zu 80 Prozent sensorisch und nur zu 20 Prozent parasympathisch", betonte Professor Axel Fischer von der Charité Berlin beim Deutschen Allergiekongress. Die sensorischen Vagusnervneurone projizieren über den Hirnstamm und Thalamus unter anderem auf kortikale Bereiche, die für das Auslösen oder Unterdrücken von Husten verantwortlich sind. Das führte zu der Idee, dass eine Vagusnervstimulation auch bei Asthma eingesetzt werden könnte, um Symptome zu kontrollieren.

Bei einer nichtinvasive perkutane Vagusnerv-Stimulation sprachen in einer prospektiven Fallserie drei von vier Patienten bei einer schweren Asthmaexazerbation mit einer raschen und deutlichen Verbesserung des Einsekundenkapazität (FEV1) und dem Dyspnoe-Index auf einer Visuellen Analogskala an, ohne dass es zu behandlungsassoziierten Nebenwirkungen kam. Das Problem: Es ließen sich nicht ausreichend Patienten für die Studie rekrutieren.

"Aber die Geräte gibt es bereits in Europa – zugelassen für die Behandlung der Migräne", sagte Fischer. Er präferierte die Weiterentwicklung des "Electroceuticals", wie er es nannte, eher für leichtere Asthmaformen oder zur Prophylaxe von Exazerbationen. (fk)

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