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Hirnveränderung im MRT bei Lumbago

CHICAGO (skh). Mit einer speziellen Art der Magnetresonanztomographie lassen sich bei Patienten mit chronischen Rückenschmerzen Veränderungen in den schmerzverarbeitenden Hirnregionen darstellen.

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Das hat ein Team von Neuroradiologen von der Ludwig-Maximilians-Universität München bei 20 Patienten mit chronischen lumbalen Rückenschmerzen unklarer Genese nachgewiesen. Die Patienten wurden per Diffusions-Tensor-MRT (DT-MRT) untersucht, wie Dr. Jürgen Lutz beim Jahrestreffen der nordamerikanischen Gesellschaft für Radiologie berichtet hat.

    Die Methode hilft, chronische Schmerzen zu objektivieren.
   

Mit der DT-MRT können die Verteilung und Bewegungen von Wassermolekülen in der weißen und grauen Hirnsubstanz dargestellt werden. Wenn Nervenbahnen verstärkt aktiv sind, etwa während der Entwicklung oder bei andauernder Schmerzleitung, verändert sich die Wasserdiffusion.

Verglichen mit den gesunden Kontrollpersonen hatten die Rückenschmerz-Kranken eine signifikant veränderte Wasserdiffusion in den schmerzverarbeitenden Hirnregionen des Gyrus cinguli, des Gyrus postcentralis und des Gyrus frontalis superior.

Die Entdeckung könnte eine Erklärung dafür liefern, daß vor allem Patienten mit chronischen Schmerzen der unteren Wirbelsäule auf die verfügbaren peripheren Schmerzmittel nicht ansprechen. "Für Rückenschmerz-Patienten ist es oft schwierig, ihren Zustand Ärzten und Versicherungen begreiflich zu machen. Mit einer objektiven und reproduzierbaren Methode wie der DT-MRT wären chronische Schmerzen künftig keine subjektiv wahrgenommene Erkrankung mehr", sagte Lutz.

Unklar sei jedoch bisher, ob die Veränderungen in den Schmerzregionen Ursache oder Folge von chronischen Rückenschmerzen sind.

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