Hohe Hepatitis-B-Prävalenz in Ost- und Südeuropa

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Das Hepatitis-B-Virus (HBV) ist einer der häufigsten viralen Infektionserreger. Etwa 350 Millionen Menschen sind chronisch HBV-infiziert. Das sind 5 bis 7 Prozent der Weltbevölkerung (Epid Bull 46, 2008). Hepatitis B kommt in allen Teilen der Welt vor, wobei die Prävalenz sehr unterschiedlich ist. Eine hohe Hepatitis-B-Prävalenz haben viele Länder Afrikas und Asiens, etwa China.

Auch in Europa ist die Prävalenz unterschiedlich: In Nordeuropa sind unter 0,1 Prozent der Bevölkerung betroffen, hingegen in Süd- und Osteuropa - etwa in den Ländern der ehemaligen Sowjetunion - bis zu 8 Prozent (ebenda).

Im Praxisalltag sollte bei Personen aus Hoch-Risikogebieten ein Test auf Hepatitis B erwogen werden. Immerhin hätten etwa 65 Prozent der HBV-Patienten in Deutschland einen Migrationshintergrund, so Professor Michael P. Manns in einem Gespräch mit der Deutschen Presseagentur.

Konkreter als bei uns sind die offiziellen Empfehlungen zum HBV-Test der US-Gesundheitsbehörde CDC. Sie sind erst im vergangenen September erweitert worden. Demnach wird ein routinemäßiges Screening auf HBsAg jetzt für alle Menschen empfohlen, die in Regionen mit einer Hepatitis-B-Prävalenz von über 2 Prozent (nicht mehr wie bisher über 8 Prozent) geboren wurden. Neu ist auch die Empfehlung, Männer, die Sex mit Männern haben, und Konsumenten intravenöser Drogen regelmäßig auf HBV zu testen (CDC MMWR 57, 2008). (ug)

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