Homöopathie und Akupunktur gegen Migräne

MANNHEIM (mut). 82 Prozent der Patienten mit chronischen Kopfschmerzen verwenden zusätzlich zu Schmerzmedikamenten auch komplementärmedizinische Therapien. Hoch im Kurs stehen bei ihnen Homöopathie und Akupunktur.

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Das hat eine Befragung von über 400 Patienten in Spezialambulanzen für Kopfschmerz-Kranke in fünf deutschen und zwei österreichischen Großstädten ergeben. Die Patienten hatten überwiegend Migräne und Cluster-Kopfschmerzen.

23 Prozent aller Patienten nahmen Homöopathika, sechs Prozent hatten zusätzlich eine Phytotherapie und sieben Prozent eine Enzymtherapie. Das haben Dr. Charly Gaul und seine Mitarbeiter von der Universität Halle-Wittenberg auf dem Neurologen-Kongreß in Mannheim berichtet. Bei den nicht-medikamentösen Therapien bevorzugten die Patienten Akupunktur (58 Prozent) und Massage (46 Prozent) vor Krankengymnastik (28 Prozent).

Gründe für die zusätzlichen Therapien waren: 62 Prozent der Patienten wollten nichts unversucht lassen, 54 Prozent wollten aktiv gegen die Krankheit vorgehen, und 40 Prozent hatten den Wunsch, nicht dauerhaft Pharmaka einzunehmen. Eine ungenügende Wirksamkeit schulmedizinischer Arzneien bezeichnete jeder dritte Teilnehmer bei der Umfrage als Grund dafür, warum er eine Behandlung mit komplementären Methoden anwende.

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