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Humane Stammzellen nach Biopsie von Embryonen

WORCESTER (ple). US-Stammzellforscher haben offenbar einen Weg gefunden, humane embryonale Stammzellen jeweils aus einer einzigen Zelle eines Embryos zu gewinnen, ohne den Embryo dabei zu zerstören. Solche Biopsien werden bereits in der Präimplantationsdiagnostik für Gentests genutzt.

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In der US-Studie, bei der menschliche embryonale Stammzellen ohne Zerstörung von Embryonen - wie es irrtümlich in einer Mitteilung der Zeitschrift "Nature" in London hieß - gewonnen worden waren, sind die verwendeten Embryonen doch zerstört worden. Das hat die Zeitschrift inzwischen klargestellt.

Lesen Sie dazu: Embryonen für Stammzell-Studie wurden zerstört

Wie die Gruppe um Dr. Robert Lanza vom Unternehmen Advanced Cell Technology in Worcester im Staat Massachusetts heute berichtet, ist es ihr gelungen, Stammzellen aus jeweils einer einzigen Zelle zu gewinnen, die Embryonen im 8- bis 10-Zellen-Stadium entnommen worden ist ("Nature"-Online). Damit bestätigen die Forscher entsprechende Erfolge bei Mäusen vor einem Jahr. Die verwendeten Embryonen waren nach In-vitro-Fertilisationen nicht implantiert worden.

Die Entnahme einer einzigen Zelle (Blastomere) in dem frühen Entwicklungsstadium wird bereits bei der Präimplantationsdiagnostik (PID) im Zusammenhang mit der In-vitro-Fertilisation angewandt. Die PID ist in Deutschland - anders als in den USA und in zehn EU-Staaten wie Dänemark und Großbritannien - noch verboten.

Die US-Stammzellforscher berichten, daß sich die jeweils entnommenen Embryo-Zellen in der Kulturschale in Zellen aller drei Keimblätter - also Ekto-, Meso- und Endoderm - entwickelt hätten. So hätten sich die Stammzellen in Endothelzellen von Gefäßen differenziert, sagte Lanza in einem Audio-Beitrag für "Nature". Die Stammzellen seien phäno- und genotypisch normal. Mit Hilfe der Stammzellen lasse sich im Tierversuch gezielt insuffizientes Gewebe ersetzen. Durch die Biopsie werde der Embryo nicht geschädigt, betonte Lanza.

Lesen Sie dazu auch den Kommentar: Druck auf Politiker wird wachsen

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