Direkt zum Inhaltsbereich

Hundehaltung zwingt Patienten zur Bewegung

LEIPZIG (scho). Die Änderung des Lebensstils spielt in der Therapie des Typ-2-Diabetes eine wesentliche Rolle. Daß solche Änderungen einfach in der Theorie, aber schwierig in der Praxis umzusetzen sind, kann jeder Hausarzt bestätigen.

Veröffentlicht:

Ein hoher BMI und eine inaktive Lebensweise sind die stärksten Prädiktoren eines Diabetes mellitus Typ 2 - unabhängig von einer genetischen Veranlagung, erinnerte Privatdozent Stephan Jacob aus Villingen-Schwenningen. Überwiegend das viszerale Fett und nicht das subkutane seien für Insulinresistenz und Typ-2-Diabetes von Bedeutung, so Jacob bei einem Satelittensymposium des Unternehmens GlaxoSmithKline auf der Diabetologentagung in Leipzig.

Ebenso begünstigt mangelhafte Bewegung die Diabetes-Entwicklung. Körperliche Aktivität steigert die Glukoseaufnahme in die Muskelzellen und verbessert die Insulinresistenz. 150 Minuten Bewegung pro Woche, Gewichtsreduktion von fünf bis zehn Prozent sowie eine fettreduzierte Diät senken das Risiko für einen Typ-2-Diabetes bei Patienten mit gestörter Glukosetoleranz um 58 Prozent.

Doch wie den Patienten zur Lebensstilveränderung bewegen? Häufig verläßt der Patient die Praxis mit vielen guten Ratschlägen, die er aber im Alltag nicht umsetzt. Hinzu kommt, daß für viele übergewichtige Typ-2-Diabetiker das Thema Sport äußerst negativ besetzt ist. Ein nützlicher Tip ist hier die Anschaffung eines Hundes.

Dieser zwingt den Patienten zum täglichen Spaziergang. Auch das im Trend liegende Nordic Walking wird von Patienten gut angenommen. Motivierend wirkt etwa das Verteilen von Gutscheinen für Schnupperkurse von Sportvereinen. So kann eine erste Hemmschwelle überwunden werden.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Sie fragen – Experten antworten

Alle Diabetes-Patienten gegen Herpes zoster impfen?

Euglykämische diabetische Ketoazidose

Kasuistik: Seltene Nebenwirkung unter SGLT2-Hemmern

Das könnte Sie auch interessieren
Jugendliche die schon früh, ohne Eltern in die Sprechstunde kommen, werden selbstständiger.

© Racle Fotodesign / stock.adobe.com

Typ-1-Diabetes bei Kindern und Jugendlichen

Wie gelingt der Übergang vom Pädiater in die Erwachsenenmedizin?

Frauen erhalten eine andere und meist schlechtere Behandlung als Männer. Sie sind häufiger vom Medical Gaslighting betroffen, insbesondere in der Kardiologie.

© NPS Studio / stock.adobe.com

Hormone, Schwangerschaft, Wechseljahre

Warum ein Diabetes Frauen anders trifft als Männer

Vitamin-B12-Mangel frühzeitig behandeln!

© Aleksandr | colourbox.de

Fatal verkannt

Vitamin-B12-Mangel frühzeitig behandeln!

Anzeige | WÖRWAG Pharma GmbH & Co. KG
Aktuelle Empfehlungen für die Praxis

© polkadot - stock.adobe.com

Vitamin-B12-Mangel

Aktuelle Empfehlungen für die Praxis

Anzeige | WÖRWAG Pharma GmbH & Co. KG
B12-Mangel durch PPI & Metformin

© Pixel-Shot - stock.adobe.com

Achtung Vitamin-Falle

B12-Mangel durch PPI & Metformin

Anzeige | WÖRWAG Pharma GmbH & Co. KG
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
ATTR-CM-Therapien im Wandel: Die Rolle von Acoramidis

© CLIPAREA.com / stock.adobe.com

Transthyretin-Amyloidose mit Kardiomyopathie

ATTR-CM-Therapien im Wandel: Die Rolle von Acoramidis

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Bayer Vital GmbH, Leverkusen
 Abb. 1: Anwendung von Ruxolitinib-Creme bei mittelschwerer AD

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [1,8]

Ruxolitinib-Creme bei mittelschwerer AD

Topische steroidfreie Behandlungsoption bei atopischer Dermatitis

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Incyte Biosciences Germany GmbH, München
Abb. 1: MATTERHORN-Regime beim GC/GEJC: ereignisfreies Überleben (EFS)

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [10]

Perioperativ behandeln – kurativ denken

Durvalumab-basierte Therapie bei drei Tumorentitäten

Sonderbericht | Beauftragt und finanziert durch: AstraZeneca GmbH, Hamburg
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Porträt

Steve Roczen: Darum ist der MFA-Beruf für Männer interessant

Lesetipps
Ein gedeckter Tisch mit Gemüse

© san_ta / Stock.adobe.com

Metaanalyse

Ist eine vegetarische oder vegane Ernährung gut für Kinder?

Alle Diabetes-Patienten gegen  Herpes zoster impfen?

© Porträt: privat | Spritze: Fiedels / stock.adobe.com

Sie fragen – Experten antworten

Alle Diabetes-Patienten gegen Herpes zoster impfen?

Labor

© Gerhard Seybert - stock.adobe.com

Euglykämische diabetische Ketoazidose

Kasuistik: Seltene Nebenwirkung unter SGLT2-Hemmern