Direkt zum Inhaltsbereich

Phyto-Forum

Husten-Leitlinien bei Kindern zurückhaltend

Veröffentlicht:

Ein Kollege fragt im Internet: Sind Leitlinienempfehlungen zur Therapie des akuten Hustens bei Erwachsenen auch für Kinder geeignet?

Professor Karin Kraft: Die Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familien medizin (DEGAM) zu Husten ist recht zurückhaltend formuliert im Hinblick auf positive Empfehlungen zu Phytopharmaka bei Erwachsenen und bezieht zu Kindern keine Stellung.

Die S3-Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie "Diagnostik und Therapie von erwachsenen Patienten mit akutem und chronischem Husten" empfiehlt dagegen ausdrücklich Kombinationen aus Thymian, Efeu und / oder Primelwurzel, die klinisch geprüft wurden.

"Einige pflanzliche Präparate haben ‚Evidenz‘ für eine schnellere Linderung des Hustens gegenüber Placebo." Auch hier finden sich aber keine Angaben zu Kindern.

Was die Phytotherapie anbelangt, so liegen für Kinder kaum aussagekräftige Studien vor, mit Ausnahme von Efeuextrakt, der in randomisiert kontrollierten Studien (RCTs) bei akuter Bronchitis gegen Placebo oder ein chemisch definiertes Präparat geprüft wurde.

Thymianöl, Efeublätter und Primelwurzel in therapeutischer Dosierung werden allgemein bei Kindern als unbedenklich eingestuft, insofern sollte auch die Kombination eher unbedenklich sein.

Der Alkoholgehalt mancher Präparate ist übrigens als unbedenklich einzustufen, da schon eine Banane oder ein Glas Apfelsaft mehr Alkohol als die Tagesdosis des betreffenden Medikamentes enthält.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Therapie je nach Risiko

Akute Lungenembolie: Was die optimale Therapie ausmacht

Wirksame Prophylaxe

Nirsevimab: Antikörper schützt Säuglinge nur eine Saison vor RSV

Das könnte Sie auch interessieren
Jugendliche die schon früh, ohne Eltern in die Sprechstunde kommen, werden selbstständiger.

© Racle Fotodesign / stock.adobe.com

Typ-1-Diabetes bei Kindern und Jugendlichen

Wie gelingt der Übergang vom Pädiater in die Erwachsenenmedizin?

Frauen erhalten eine andere und meist schlechtere Behandlung als Männer. Sie sind häufiger vom Medical Gaslighting betroffen, insbesondere in der Kardiologie.

© NPS Studio / stock.adobe.com

Hormone, Schwangerschaft, Wechseljahre

Warum ein Diabetes Frauen anders trifft als Männer

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Impfstoffeffektivität gegen Post COVID-Beschwerden

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [14]

Jährliche COVID-19-Impfung

Empfohlen für ein breites Risikokollektiv

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: BioNTech Europe GmbH, Mainz
Abb. 1: Die kardiorenalmetabolische Organachse: ganzheitliche Versorgung durch interdisziplinäre Zusammenarbeit (Quelle: Michalopoulou E et al., J Clin Med 2025, 14:428)

© Springer Medizin Verlag

Biomarker gegen Diabetes-Folgen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Roche Diagnostics Deutschland GmbH, Mannheim
Rheumatoide Arthritis – auch auf die Lunge achten

© Springer Medizin Verlag

Rheumatoide Arthritis – auch auf die Lunge achten

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: medac GmbH, Wedel
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Praktische Tipps

Aufgebrachte Patienten? Wie Praxisteams sicher deeskalieren

Präexpositionsprophylaxe

HIV-PrEP: Diese Möglichkeiten gibt es

Barrieren abbauen

Menschen mit Behinderung in der Praxis: Kleine Stellschrauben, große Wirkung

Lesetipps