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Hypertoniker dürfen weiter trinken

UTRECHT (Rö). Patienten mit Hypertonie dürfen ruhig ihre ein oder zwei Gläschen Wein täglich weiter trinken. Kleinere Mengen Alkohol schützen nähmlich ihr Herz. Das jedenfalls hat eine neue Studie ergeben. Die Wirkung auf die Leber wurde allerdings nicht untersucht.

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In der Studie hatten Männer mit Bluthochdruck, die zwischen 5 und 50 Gramm Alkohol (etwa ein halbes Glas bis eine halbe Flasche Wein) täglich tranken, eine um ein Drittel niedrigere Herzinfarktrate als ihre Leidensgenossen, die brav abstinent waren.

Für die Untersuchung hatte Dr. Joline W. J. Beulens von der Universität Utrecht die Daten von fast 12 000 Hypertonikern berücksichtigt. Darunter waren viele Kollegen, etwa Zahnärzte und Orthopäden sowie Pharmazeuten (Ann Intern Med. 146, 2007, 10). Alle vier Jahre wurden Daten zum Alkoholkonsum erfragt. Während der Laufzeit von 16 Jahren waren 653 Herzinfarkte vorgekommen.

Wer abstinent war oder höchstens 5 Gramm, also ein 0,05 l Wein traken, hatte eine Herzinfarktrate um 6,5 Prozent.

Wer mehr trank, kam besser weg: Bei einem täglichen Alkoholkonsum zwischen 5 bis unter 50 Gramm betrug die Infarktrate nur noch 5 Prozent. Und mit über 50 Gramm Alkohol, also mit mehr als einer halben Flasche Wein, waren es sogar nur 3 Prozent.

Die Folgen des Alkoholkonsums auf die Leber der Teilnehmer wurde alllerdings nicht untersucht.

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