Keil und sein Team haben epidemiologische Daten zur Hypertonie aus Deutschland und aus anderen Ländern weltweit zusammengestellt. Besonders drei Zahlen spiegeln dabei die noch bestehenden Defizite in der Versorgung der Hypertoniker in Deutschland wider, gleichzeitig aber auch die Chancen, die für präventive Maßnahmen noch genutzt werden können:

  • Von ihrer Hypertonie wissen in Deutschland je nach Studie maximal 58 Prozent der Männer mit zu hohem Blutdruck und 74 Prozent der Frauen.
  • Nur ein Drittel der Männer und nur etwa die Hälfte der Frauen mit erkannter Hypertonie bekommen eine antihypertensive Therapie.
  • Der Anteil von Hypertonikern mit einem Blutdruck unter dem Zielwert von 140/ 90 mmHg liegt bei acht Prozent.

In Deutschland sei jeder vierte Todesfall auf eine Hypertonie zurückzuführen, erinnern Keil und seine Kollegen (Herz 31, 2006, 287).

Zwei Drittel aller Schlaganfälle und die Hälfte aller Herzinfarkte könnten einem systolischen Blutdruck über 115 mmHg zugerechnet werden. Eine Möglichkeit, die Versorgung der Hypertoniker in Deutschland zu bessern, sehen die Münsteraner Kollegen in einer verstärkten Bekanntmachung von Leitlinien.

Wie die aktuellen Leitlinien zur Hypertonie-Therapie aussehen und welchen Nutzen konsequente antihypertensive Therapie bringt, das steht heute in der Sommer-Akademie.

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