IOC will im Dopingstreit vermitteln

LAUSANNE (dpa). Das Internationale Olympische Komitee (IOC) will mit einer unabhängigen Kommission den Doping-Streit zwischen dem siebenmaligen Tour-de-France-Sieger Lance Armstrong und dem Kanadier Dick Pound, dem Vorsitzenden der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA), schlichten.

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Wie das IOC-Exekutivkomitee nach einer Tagung in Lausanne mitteilte, will man als Mittler auftreten. "Das IOC ist nicht direkt an dem Problem beteiligt, würde aber gerne eine Lösung unterstützen", sagte IOC-Sprecherin Giselle Davies. Armstrong hatte das IOC in einem Brief aufgefordert, sein kanadisches Mitglied Pound zu suspendieren.

Der ehemalige Radprofi aus Texas hatte Pound auf seiner Internetseite die regelwidrige Bekanntgabe von Dopinginformationen vorgeworfen. Pound habe als WADA-Vorsitzender zum erneuten Male gegen die internationalen Regeln verstoßen, erklärte Armstrong.

Nach Meinung des US-Amerikaners hatte Pound interne Informationen von Dopingkontrollen an die Öffentlichkeit gebracht. Eine Überprüfung durch einen niederländischen Experten hatte Armstrong jedoch entlastet und der WADA schwere Regelverstöße bei der Behandlung der Proben und der Kommentierung des Vorgangs unterstellt.

Davies sagte, das IOC hoffe auf eine Schlichtung zwischen Armstrong und dem Radsport-Weltverband UCI auf der einen sowie Pound und der WADA auf der anderen Seite. Nach ihrer Meinung könnte das in Lausanne ansässige Sport-Schiedsgericht ein möglicher Gerichtsstand sein. "Die Diskussion zwischen den Parteien scheint nicht voranzukommen", erklärte Davies. "Das IOC könnte ihnen helfen, eine gemeinsame Lösung zu finden."

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