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IQWiG stellt Zusatznutzen von Asthma-Fixkombis in Frage

NEU-ISENBURG (ikr). Aus den vorgelegten Studiendaten zur Fixkombi Budesonid  / Formoterol zur Erhaltungs- und Bedarfstherapie bei Asthma sowie zur Fixkombi Beclometasondipropionat / Formoterol lasse sich kein Zusatznutzen ableiten. Zu diesem Ergebnis kommt das IQWiG jetzt in seinem Vorbericht zur inhalativen Asthma-Therapie.

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Der Vorbericht hat für Vertragsärzte keine Konsequenzen. Das IQWiG hat ergänzend zur ersten Bewertung von Fixkombis zur Asthmatherapie (wir berichteten) jetzt auch die neue Fixkombi Beclometasondipropionat / Formoterol (Foster®/Inuvair®) und die ältere Fixkombi Budesonid / Formoterol (Symbicort SMART®) aufgrund deren erweiterter Zulassung zur Erhaltungs- und Bedarfsmedikation bewertet. Insgesamt wurden 17 Studien in die Bewertung einbezogen. Verglichen wurden nicht nur fixe und freie Kombinationen der Wirkstoffe, sondern es wurde auch der Nutzen der verschiedenen Fixkombis gegeneinander abgewogen. Kriterien waren etwa, ob sich die Schwere der Asthmasymptome und die Zahl der Exazerbationen verringern.

Das IQWiG kommt danach zu dem vorläufigen Fazit, dass ein Zusatznutzen einer der beiden Darreichungsformen nicht nachweisbar sei. "Werden die gleichen Inhalationssysteme verwendet, liefern die verfügbaren Studien für die fixe und für die freie Kombination von Budesonid /Formoterol und Fluticason/Salmeterol (Viani®, atmadisc®) in der Gesamtschau vielmehr ähnliche Ergebnisse", so das IQWiG. Für Beclometason /Formoterol fehlten bislang entsprechende verwertbare Studien.

Es gibt nach Angaben des IQWiG jedoch Daten, die dahingehend interpretiert werden könnten, dass Budesonid / Formoterol gegenüber Salmeterol / Fluticason Vorteile hat. Scheinbar bessere Ergebnisse erziele Budesonid/Formoterol im Hinblick auf schwere, mit Krankenhauseinweisungen verbundene Exazerbationen bei Jugendlichen und Erwachsenen. Ein Hinweis oder gar ein Beleg für einen Zusatznutzen lasse sich aus diesen Unterschieden aber nicht ableiten, heißt es im Vorbericht. Denn ganz offensichtlich sei die Datenbasis, die dem IQWiG zur Verfügung stand, unvollständig. Das Unternehmen AstraZeneca halte Ergebnisse mehrerer relevanter Studien teilweise unter Verschluss, kritisiert das Institut. Würden diese berücksichtigt, könnte das Ergebnis anders ausfallen.

AstraZeneca ist der Auffassung, dass dem IQWiG für die jeweilige Bewertung alle relevanten Daten vorlagen. Das Unternehmen hat, wie es mitgeteilt hat, mit dem Institut bereits Kontakt aufgenommen, um etwaige Missverständnisse zu klären. Die Zulassungsstudien zu Symbicort SMART® belegten klare Vorteile im Vergleich zur Standardtherapie.

Die verfügbare Datenbasis sei offenbar unvollständig, sagt das IQWiG.

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