Kommentar – Masernfälle in Europa

Impfpflicht hilft nicht weiter

Von Wolfgang van den BerghWolfgang van den Bergh Veröffentlicht:

Die Zahlen verheißen nichts Gutes: 2018 haben sich in Europa dreimal so viele Menschen mit Masern angesteckt wie 2017. Darüber berichtet das Büro der Weltgesundheitsorganisation in Kopenhagen. Die Zahlen verblüffen umso mehr, weil die Durchimpfungsrate für beide Impfungen (MCV 1 und 2) bei 95 bzw. 90 Prozent liegt.

Wie kann das sein? Offenbar gibt es große regionale Unterschiede – Regionen mit großen Impflücken, die dann dazu führen, dass es eben doch zu vermehrten Ansteckungen kommt. Das Phänomen ist nicht neu. Die entscheidende Frage ist: Wie kann man dieser Entwicklung begegnen?

Die WHO setzt auf Information, Vertrauen und Aufklärung. Doch reicht das aus? Beispiel Deutschland: Entgegen dem WHO-Trend sind die Masernfälle bei uns von 900 auf 500 im Jahr 2018 zurückgegangen. Vom angestrebten Ziel – maximal 80 Fälle pro Jahr – ist man aber immer noch meilenweit entfernt. Eine Impfpflicht hilft nicht weiter. Zielführender wäre es, endlich die Impflücken bei Jugendlichen und Erwachsenen zu schließen.

Lesen Sie dazu auch: WHO: Zahl der Masernfälle in Europa explodiert

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