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Deutschland

Impfstoff-Tests gegen Ebola starten

In Deutschland soll jetzt die klinische Phase-I-Prüfung des experimentellen Ebola-Impfstoffs rVSV-ZEBOV beginnen.

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LANGEN. Unter Leitung von Professor Marylyn Addo vom Deutschen Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) wird jetzt eine klinische Studie mit rVSV-ZEBOV am Uniklinikum Hamburg-Eppendorf starten, berichtet das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) als Zulassungsbehörde.

Die Studie wird vom Bundesgesundheitsministerium finanziert. Der Impfstoff wird an gesunden Erwachsenen geprüft, darunter möglicherweise auch Personal zur Versorgung von Ebola-Kranken in Deutschland oder Afrika.

Der von der kanadischen Gesundheitsbehörde Health Canada entwickelte Impfstoff wird vom Unternehmen NewLink Genetics in Lizenz hergestellt, so das PEI in einer Mitteilung. Der Vektorimpfstoff basiert auf dem Vesikulären Stomatitis Virus (VSV) als Übertragungsvehikel.

Auf der Oberfläche trägt es das zellrezeptorbindende Ebolavirus-Protein, wogegen das Immunsystem der Geimpften Antikörper bildet. Die Antikörper sollen bei Kontakt mit Ebolaviren die Krankheit verhindern. In präklinischen Studien wurden alle damit geimpften Altweltaffen vor der Ebola-Infektion geschützt.

Ebenfalls ab nächster Woche erproben Tübinger Wissenschaftler um Professor Peter Kremsner in Lambaréné in Gabun den gleichen Impfstoff an Probanden aus Afrika. Diese Tests sind besonders wichtig, weil das Mittel möglichst schnell in den Risikogebieten Westafrikas eingesetzt werden soll. (eis/dpa)

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