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Inkretinmimetika bremsen Gewichtszunahme bei Diabetes

Wenn orale Antidiabetika allein nicht mehr ausreichen, kann ein Basal-, Misch- oder Bolusinsulin oder ein Inkretinmimetikum weiter helfen.

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NEW ORLEANS.Bei einem Symposium auf dem US-Diabeteskongress ADA hat Professor Matthew C. Riddle aus Portland (Oregon) die Optionen miteinander verglichen. Er hat dazu den Treat-to-Target-Trial sowie die LAPTOP-, INITIATE-, 4T- und APOLLO-Studie analysiert. Sein Fazit:

  • Der HbA1c wird mit prandialem oder auch Mischinsulin etwas besser gesenkt als mit Basalinsulin.
  • Der Preis für die bessere Stoffwechselkontrolle ist fast immer eine größere Gewichtszunahme und höhere Hypoglykämierate.

Riddle bevorzugt deshalb einen Einstieg in die Insulintherapie mit einem Basalinsulin. "Damit lassen sich 60 Prozent der Patienten mit Erstversagen der oralen Antidiabetika leitliniengerecht auf einen HbA1c unter 7 einstellen", meinte er. "Und es sind weniger Injektionen nötig." Er forderte aber auch dazu auf, das "richtige" Insulin individuell für jeden Patienten zu finden. Die Zahl der Unterzuckerungen könne zudem durch Verwendung von Analog- statt NPH-Insulin weiter gesenkt werden.

Professor Vivian A. Fonseca aus New Orleans stellte dagegen die Inkretinmimetika in den Fokus: Damit würden bei Erstversagen der oralen Antidiabetika die HbA1c-Werte wieder unter Kontrolle gebracht. Zugleich würden die Insulin-typische Gewichtszunahme, Hypoglykämien und kardiovaskuläre Risiken vermieden.

"Sowohl Exenatid als auch Liraglutid haben in Studien neben der Glukosekontrolle eine Verbesserung von Lipid- und Blutdruckwerten bewirkt", so Fonseca. "In einer anderen Studie wurde sogar eine Verbesserung der linksventrikulären Funktion nach Infarkt durch GLP-1 gezeigt", ergänzte er. Das ist von Bedeutung, weil Exenatide und Liraglutide die GLP1-Wirkungen imitieren. (sir)

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