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Insulin zum Inhalieren ist bald eine neue Option für Diabetiker

DÜSSELDORF (hbr). Mit inhalativem Insulin läßt sich der Blutzucker von Diabetikern ebenso effektiv regeln wie mit injiziertem. Das kann demnächst zum Beispiel Typ-2-Patienten mit Insulinbedarf die Spritzenangst nehmen.

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Das inhalative Insulin (Exubera®) ist bereits von der EMEA und der FDA zugelassen. Es dient als kurz wirkendes Insulin zu den Mahlzeiten. In Deutschland wird der Markteintritt dieses Insulins zum Einatmen von Pfizer noch im Mai erwartet.

Seine Wirksamkeit wurde etwa in einer Studie mit rund 300 Teilnehmern belegt. Sie waren zuvor mit Sulfonylharnstoff plus Metformin behandelt worden, hatten aber HbA1c-Werte über acht Prozent.

In der Studie wurden drei Therapien verglichen. Ein Drittel der Teilnehmer erhielt zusätzlich inhalatives Insulin. Dieses Insulin wirke so schnell wie schnelle Insulin-Analoga und so lang wie ein subkutan injiziertes Normalinsulin, so Professor Werner Scherbaum vom Deutschen Diabetes Zentrum in Düsseldorf bei einem Symposium der Stiftung Diabetes-Forschung Deutschland und der Innovation Foundation Medicine and Health. Weitere 105 Patienten wechselten von den Tabletten zur reinen Insulin-Inhalation vor dem Essen, 102 Patienten blieben bei ihren Tabletten und wurden geschult.

Die Daten nach drei Monaten waren eindeutig: Unter reiner Tabletten-Therapie hatte sich der HbA1c kaum verändert (minus 0,2 Prozentpunkte). Wurde zusätzlich zum Essen Insulin inhaliert, dann war er um fast zwei Prozentpunkte gesunken. Sogar Patienten, die nur Insulin benutzten und auf orale Antidiabetika völlig verzichteten, verbesserten sich deutlich um 1,4 Prozentpunkte.

In einer anderen Studie injizierten Patienten entweder täglich zweimal Mischinsulin oder sie spritzten einmal täglich ein Basalinsulin und inhalierten dreimal am Tag vor dem Essen Insulin. Nach sechs Monaten waren die HbA1c-Werte jeweils auf etwa sieben Prozent gesunken.

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