Internet hilft bei der Aufklärung Jugendlicher

DÜSSELDORF (sir). 75 Prozent aller Zwölfjährigen halten sich für aufgeklärt, aber 63 Prozent räumen gleichzeitig ein, nicht genug über Aufklärung zu wissen. Das hat eine aktuelle Umfrage bei Jugendlichen zu Liebe, Körper, Sexualität ergeben. Das Internet kann helfen, das Wissen von Teenagern über Sexualität und Schwangerschaftsverhütung zu verbessern, so ein Gynäkologe.

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"Aufgeklärt zu sein bedeutet noch lange nicht, Bescheid zu wissen", sagte Dr. Uwe Straßburger aus Ratingen. Straßburger ging ins Detail: "Jeder vierte Jugendliche hält die ‚Pille danach‘ für ein probates Verhütungsmittel; das Gleiche gilt für den Coitus interruptus." Diese Zahlen gewinnen an Bedeutung, wenn man bedenkt, dass viele Jugendliche bereits sexuell aktiv sind: "Jeder achte Vierzehnjährige hat sein erstes Mal bereits erlebt", so Straßburger bei einer vom Unternehmen Wyeth unterstützten Veranstaltung in Düsseldorf. Aber jeder siebente Jugendliche verzichte völlig auf Verhütung. Mit den Eltern sprechen die meisten nicht über ihre sexuellen Erlebnisse und Fragen.

"Diese Ergebnisse einer Studie der Jugendzeitschrift Bravo spiegeln sich auch im Praxisalltag wider."Der Gynäkologe berichtete von einer 18-jährigen Abiturientin, die sich in den Monaten vor dem Arztbesuch aus Geldmangel die Pille mit einer Freundin geteilt hatte. Um Jugendlichen das nötige Wissen zu vermitteln, müsse man sie dort abholen, wo sie stehen, betonte Straßburger.

Das gelänge zum Beispiel mit dem vom Unternehmen unterstützten Internet-Angebot "Leilas Haus". Die Website richtet sich an Mädchen ab 14, die sich anonym über Liebe, Sexualität und Verhütung informieren möchten. Eines der Angebote auf der Website ist die regelmäßige Chat-Sprechstunde von "Dr. Gynter".

Infos für junge Mädchen zu Sexualität und Verhütung gibt es unter: www.leilas-haus.de

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