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Internet hilft, gezielt Arzneien gegen Grippe zu verordnen

NEU-ISENBURG (hub).Die Grippe hat Deutschland erreicht. Bei Patienten mit Influenza sind Neuraminidasehemmer indiziert. Vor der Verordnung ist kein Influenza-Schnelltest nötig. Der begründete Verdacht reicht aus.

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Nur eines der Grippesymptome: Körpertemperatur über 38°C.

Nur eines der Grippesymptome: Körpertemperatur über 38°C.

© Foto: DAK / Wigger

Wann ist die Wahrscheinlichkeit einer Influenza hoch? Wenn ein Patient zwei Kriterien erfüllt. Erstens: Er klagt über rasch auftretendes Fieber mit Temperaturen von über 38° Grad Celsius, intensiven Husten, starke Kopf- und Gliederschmerzen und rasche Entkräftung. Zweitens: In der Region treten gehäuft Influenza-Erkrankungen auf. Hier hilft das Influenza-Warnsystem des Robert-Koch-Instituts (RKI).

Ein Blick ins Internet gibt den Kollegen Klarheit: Gelb und rot eingefärbte Regionen weisen eine erhöhte Influenza-Aktivität hin. Die Karte basiert auf Daten von über 1000 Ärzten aus allen Regionen Deutschlands. Bei erhöhter Influenza-Aktivität plus entsprechender Klinik kann mit bis zu 80-prozentiger Sicherheit gefolgert werden: Der Patient hat eine Influenza, die Verordnung eines Neuraminidase-Hemmers ist indiziert. Das Frühwarnsystem erhöht damit die Sicherheit der Diagnose, ohne teure Schnelltests einsetzen zu müssen. Jeden Freitag veröffentlicht die "Ärzte Zeitung" ab heute die Grippeinfos des RKI.

Zur Grippe-Therapie verfügbar sind die beiden Neuraminidasehemmer Oseltamivir (Tamiflu®) und Zanamivir (RelenzaTM). Nicht geimpfte Risikopersonen sollten auch jetzt noch gegen Grippe geimpft werden, hat das RKI Anfang der Woche geraten.

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