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Jede 10. Raucherin über 40 Jahre hat eine COPD

NEU-ISENBURG (ikr). In Deutschland ist nach neuen Studiendaten etwa jeder Siebente über 40 Jahre an einer COPD erkrankt und nicht - wie bisher angenommen - jeder 10. bis 13. Und: Jede zehnte Frau über 40 Jahre, die raucht, ist betroffen.

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"Das sind alarmierende Zahlen", sagt Dr. Henning Geldmacher von der MHH. Der Pneumologe, der maßgeblich an der Erhebung der Daten beteiligt war, plädiert dafür, die Prävention zu verstärken. So sollten Aufklärungskampagnen, besonders auch bei Jugendlichen, gestartet und die Angebote zur Raucherentwöhnung intensiviert werden. Außerdem sollte Rauchern und Raucherinnen über 40 Jahren alle zwei Jahre ein Lungenfunktionstest angeboten werden, sagte Geldmacher zur "Ärzte Zeitung". Die neuen Zahlen stammen aus der weltweiten BOLD-Studie, in der Daten zur Prävalenz der COPD erhoben werden.

Bislang haben zwölf Länder an der Untersuchung teilgenommen, darunter auch Deutschland. Die Wissenschaftler um Geldmacher haben insgesamt 2546 Personen zwischen 40 und 90 Jahre aus der Region Hannover angeschrieben. 750 von ihnen nahmen an der Studie teil. Etwa die Hälfte waren Frauen. Die Forscher haben die Lungenfunktion untersucht und nach den Rauchgewohnheiten gefragt.

Die wesentlichen Ergebnisse: 13 Prozent der Studienteilnehmer hatten eine COPD. Die Krankheit war nach Angaben des Pneumologen aber erst bei etwa sieben Prozent vor Studienbeginn diagnostiziert. Das heißt: Nahezu die Hälfte der Betroffenen wusste noch nichts von ihrer Lungenerkrankung. Besonders gefährdet für eine COPD sind Raucher. Das bestätigt die Studie: Bei etwa 20 Prozent der über 130 Raucher wurde eine COPD diagnostiziert.

Auffällig sei, so Geldmacher, die im Vergleich zu den Männern hohe Zahl an jungen Raucherinnen bis 50 Jahre. Bei den Frauen sei daher künftig eine Zunahme der COPD zu erwarten.

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