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Jetzt ist aber höchste Eisenbahn für die FSME-Impfung

Mit den Frühlingstemperaturen steigt das Risiko für Zeckenstiche. Eine Prophylaxe ist zu empfehlen.

Von Privatdozent Tomas Jelinek Veröffentlicht:

Zecken halten sich bevorzugt in waldigen Gegenden im hohen Gras, losem Laub oder Gebüsch auf. In den Endemiegebieten in der Südhälfte Deutschlands sind bis zu 5 Prozent der Zecken mit FSME-Viren infiziert. Auch in vielen anderen europäischen Ländern, vor allem in den baltischen Staaten, in Südschweden und Finnland sowie in Österreich und Ländern in Südost- und Osteuropa tritt FSME auf.

Bei etwa 10 Prozent der Infizierten kommt es zu Zeichen einer Meningoenzephalitis, bei älteren Erkrankten auch zu einer Myelitis. In diesen Fällen besteht das Risiko bleibender oder lang anhaltender neurologischer Schäden. Die Letalität bei ZNS-Beteiligung beträgt ein Prozent.

Prophylaktisch ist für Personen, die sich in Endemiegebieten aufhalten und beruflich oder in ihrer Freizeit exponiert sind, eine Schutzimpfung gegen FSME zu empfehlen. Das gilt natürlich auch für Reisende in deutsche oder ausländische Endemiegebiete. Wird eine schnelle Immunisierung benötigt, kann bei einem der in Deutschland zur Verfügung stehenden Impfstoffe die Impfung nach einem Schnellschema an Tag 0, 7 und 21 vorgenommen werden. Mit dem Eintritt der Schutzwirkung ist dann frühestens ab Tag 21 zu rechnen.

Risikopersonen sind zudem zur Expositionsprophylaxe zu beraten: helle, bedeckende Kleidung und Repellents. Bei einem Zeckenstich muss die Zecke schnellstmöglich ohne Quetschen entfernt werden, am besten mit einer spitzen Pinzette. Diese Maßnahmen stellen auch einen Schutz gegen die im Vergleich zur FSME viel häufigeren Borrelien-Infektion dar, gegen die keine Schutzimpfung verfügbar ist.

Medizinische Infos zu Zecken gibt es unter www.crm.de

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